Katholikenphobie

Kardinal-Meisner

Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner vermutet hinter der jüngsten Kritik an der katholischen Kirche eine zunehmende “Katholikenphobie” in der Gesellschaft. Die Kirche in Köln habe zuletzt einen Sturm in der öffentlichen Wahrnehmung erfahren, wie er dies in seinen Jahren als Bischof selten erlebt habe. Zu diesem Urteil kommt Meisner in einem dreiseitigen Rundschreiben, aus dem der Kölner Stadt-Anzeiger zitiert.

Demnach bezieht sich der Kardinal auf die öffentlichen Diskussionen über die Entscheidung zweier katholischen Kliniken, ein mutmaßliches Vergewaltigungsopfer nicht zu untersuchen. In dem Schreiben ruft Meisner demnach seine Kleriker sowie die in der Seelsorge tätigen Laien zu Tapferkeit im Umgang mit Häme und “ungerechtfertigten Vorwürfen” auf. Der tiefer liegende Grund für die Angriffe sind seiner Meinung nach “die Entschiedenheit der katholischen Positionen zum Lebensschutz, zu Ehe und Familie” und die deutliche Repräsentanz durch den Papst und die Bischöfe.

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Von einer Katholikenphobie kann keine Rede sein..hoechstens von einer KatholischenKirchePhobie. Und die Kritik an der Abweisung von Patienten, die auch von vielen Katholiken geteilt wird, ist berechtigt. Anstatt in die Defensive zu gehen und sich zum Opfer zu stilisieren, sollte Kardinal Meissner die Sache ordentlich aufarbeiten, und die Strukturen in der Kirche und ihren Institutionen hinterfragen. Apropos ‘katholische Position zum Lebensschutz’: Es ist eigentlich eine gute Sache …wenn sie sich nicht nur fuer die Rechte des ungeborene Leben einsetzen wuerden, sondern auch fuer die der bereits Geborenen – der Vergewaltigungsopfer zum Beispiel.

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