Necla Keleks Argumente auf dem Pruefstand

Necla Kelek

Seit ihrem Buch »Die fremde Braut« prägt die deutsch-türkische Publizistin Necla Kelek maßgeblich die deutsche »Islamdebatte«. Der “Presse am Sonntag” erzählte sie, warum sie das Kopftuch nicht mehr kritisiert, warum Studentinnen keine Professoren finden, wenn sie zur Migration forschen wollen, und warum die Linke Salafisten lieber hat als Neonazis.

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Einige Anmerkungen von mir zu den Aussagen Necla Keleks:

  1. Fuer Frau Kelek scheinen immer die Anderen schuld zu haben. Diesmal ist es die Doktormutter, die Frau Kelek zu ihrer ‘falschen’ Doktorarbeit ‘ueberredet’ haben soll. In einem anderen Fall war es der ‘muslimische’ Moderator, der sie zu der Sodomie-Aussage verleitet hat.  Und bis heute ist es noch unklar, ob Ihr Vater ihr den Schulbesuch verboten hat, oder Sie dazu ermutigt hat. Nein, Frau Kelek, es war nicht die Schuld Ihrer Doktormutter, dass Sie Ihre wissenschaftlich erlangten Ergebnisse spaeter umgeaendert haben (siehe auch hier), um am Markt einen Bucherfolg zu landen. Sie haben den Zeitgeist erkannt, und opportunistisch gehandelt.
  2. Sie haben dazu beigetragen, die Integrationsdebatte zu Lasten der – hauptsaechlich muslimischen – Migranten zu einer Scheindebatte aufzubauschen, und sie mit all den negativ behafteten Adjektiven zu Suendenboecken zu stilisieren. Sie haben daran gut verdient, und sind ein Teil Integrationsindustrie, ueber die Sie sich so oft beschweren.
  3. Sie handeln wieder opportunistisch, indem Sie sich von dem ‘biologistischen Erklaerungsansatz’ von Thilo Sarazzin distanzieren. Bei seiner Buchverstellung klang es noch anders. Als die Kritik immer lauter wurde, fingen Sie an, sich zu distanzieren.
  4. Es ist interessant zu erfahren, dass das Kopftuch fuer Sie kein Thema mehr zu sein scheint. Es war eines Ihrer Kampfthemen. Sie hielten es sogar fuer grundgesetzwidrig. Woher kommt der Sinneswandel? Vielleicht weil sich der Wind gedreht hat und Sie schon wieder den Zeitgeist erkannt haben? Weil das Kopftuch immer mehr als das wahrgenommen wird, was es ist – naemlich ein Tuch, das einige Damen wegen ihrer religioesen Ueberzeugung tragen, und nicht unbedingt, um ihre politische Einstellung zu manifestieren?
  5. Doch, es gibt eine Untersuchung bezuegl. des Schwimmunterrichts. Die Anzahl der Schwimmunterrichtverweigerer ist insignifikant, und man kann davon ausgehen, dass Sie diese Zahlen kannten. Trotzdem haben Sie versucht, mit Ihren Uebertreibungen ein Horrorszenario aufzubauen.
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