Framing

In der Kommunikationswissenschaft definiert man den Begriff ‘Framing’ wie folgt:

Der mit dem Medienwirkungsansatz des Agenda Settings verknüpfte Begriff Framing (engl.) bzw. Einrahmen beschreibt den Prozess einer Einbettung von (politischen) Ereignissen und Themen in subjektive Deutungsrahmen durch massenmediale Akteure und politische Pressearbeit, umgangssprachlich „Kästchendenken“ oder „in ein (Denk)Raster setzen“ genannt. Dabei wird eine bestimmte (politische) Thematik durch selektive Betonung und Akzentuierung, sowie Attributierung bestimmter Merkmale dem Publikum auf eine bestimmte Art und Weise vermittelt. Die Thematik wird in den gesellschaftlichen Sachverhalt eingebettet, als Problematik definiert und mögliche Ursachen und zugehörige Problemlösungsansätze werden vorgestellt.

Die „Frames“ sind emotional und normativ besetzte, überwiegend unbewusst vermittelte Basisvorstellungen vom Menschen, der Gesellschaft und politischen Aufgaben und bilden den Hintergrund beziehungsweise Rahmen für politische Öffentlichkeitsarbeit. […] Auch das Framing, also der sprachliche Rahmen, in den eine sachliche Information eingebettet wird, kann die Befindlichkeit und Motivationslage eines Gegenübers beeinflussen. So kann eine Information ganz unterschiedlich formuliert werden und dadurch ganz verschiedene Reaktionen hervorrufen (Das bekannteste Beispiel: „Das Glas ist halbvoll vs. Das Glas ist halbleer“).[…] (Quelle)

Man mag ueber den umstrittenen Ken Jebsen geteilter Meinung sein, und von ihm halten was man will, aber das folgende Interview mit der Wissenschaftlerin Sabine Schiffer ist ihm sehr gelungen. Dafuer verdient er Anerkennung. Anhand einiger guter Beispiele (wie z.B. dem vereitelten Bombenanschlag der sog. Salafisten in Bonn im Dezember 2012) erklaert Frau Schiffer sehr ueberzeugend, wie die Medien mit ihrer Wortwahl und Bildern einen Vorfall in einen gewissen Kontext verpacken, um uns zu manipulieren, und Aengste z.B. vor ‘dem Islam’ zu schueren.

Uebrigens: Inzwischen zweifeln die Ermittler an einem sog. islamistischen Hintergrund bei dem vereitelten Anschlag in Bonn.

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