Kritik an Siedlungspolitik ist “Judenfeindlichkeit”

Angriff ist die beste Verteidigung, sagt man. Diese Taktik macht sich nun der ehemalige Tuersteher und heutiger Aussenminister Israels, Avigdor Lieberman, zu Nutze:

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat die europäische Kritik am Siedlungsbau mit der Judenfeindlichkeit Ende der dreißiger Jahre verglichen. “Einmal mehr hat Europa nicht die Aufrufe zur Zerstörung Israels berücksichtigt”, sagte Lieberman im öffentlich-rechtlichen israelischen Radio Kol-Israel. “Das kannten wir schon Ende der dreißiger Jahre und Anfang der vierziger Jahre, als Europa wusste, was in den Konzentrationslagern geschah und nicht handelte”, sagte der Außenminister.

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Mal abgesehen davon, dass die Siedlungspolitik sowohl von der Amerikanern, als auch von Teilen der israelischen Bevoelkerung kritisiert wird, merkt man der Regierung die Verzweifelung an: Wenn man mit dem Ruecken an der Wand steht, international isoliert ist, und sachliche Argumente fehlen, dann kommt die Nazi- und/oder Antisemitismuskeule. Wie berechenbar.

Menschen wie Lieberman, die auf diese absurde Weise den Holocaust relativieren, schaden Israel mehr, als die Kritik an ihrer illegalen Siedlungspolitik es jeh koennte.

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