Broder schwingt wieder die Antisemitismuskeule

Wieso gibt mein solch einem Staenker, der so unverschaemt oeffentlich agiert, eigentlich noch ein Selbstdarstellungs-Forum im oeffentlich-rechtlichen Fernsehen – bezahlt durch GEZ-Gebuehren?

Lieber Jakob Augstein, wie sich die Zeiten ändern. Früher hatte jeder Antisemit seinen “Hausjuden”, der anders war als die anderen, den er schätzte und, wenn es darauf ankam, auch beschützte. Sogar A. H. hat nachweislich mindestens einem Juden das Leben gerettet, dem Arzt, der seine Mutter betreute.[…]

[…]Sie, Jakob Augstein, sind “my favorite anti-Semite”. Ich meine das weder ironisch noch böse, auch nicht als Vorwurf. Ich würde nie einem Diabetiker vorwerfen, dass er auf Insulin angewiesen ist. Diabetes ist eine Krankheit, der Antisemitismus auch. Und so wie der Diabetiker seine tägliche Dosis Insulin braucht, braucht der Antisemit jeden Tag einen Schuss “Judenblut” – natürlich nicht wörtlich, nur bildlich – um auf Kurs zu bleiben.

Sie sind auch der erste Antisemit, an den ich mich persönlich wende. In den 40 Jahren, die ich mich mit diesem Thema beschäftige, habe ich es noch nie getan. Weil ich es für sinnlos halte, eine schwere Krankheit mit Handauflegen behandeln zu wollen.[…] (Quelle)

Genauso wie Karl Lueger einst sagte “Wer ein Jude ist, bestimme ich”, scheint der ehemalige Sex-AutorHenryk M. Broder – bestimmen zu koennen, wer ein Antisemit ist.

Durch Menschen wie Broder, die sehr leichtfertigt und inflationaer die sog. Antisemitismuskeule schwingen, verliert der Begriff leider immer mehr an Bedeutung. Wenn Jakob Augstein ein ‘Antisemit’ ist, weil er gewisse Aspekte der israelischen Politik kritisiert, was ist dann ein Bischof WilliamsonMartin Luther? Oder ein Karl Lueger, Hermann Goering, Joseph Goebbels? …Super-Antisemiten?

In einem hat Herr Broder Recht; Antisemitismus ist eine Krankheit. Dumme Polemik, gepaart mit zwanghafter Persoenlichkeitsstoerung plus Geltungssucht, aber auch.

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