Kleeblatt…oder Hakenkreuz?

[…]Gerichtssaal 108, 11.30 Uhr. Der Dachdecker, ein Mann mit Händen wie Schraubstöcken, setzt sich auf seinen Stuhl – und Richter Wolfgang Pitz fragt ihn direkt: „Haben Sie getrunken?“ – „Ich? Nein.“ – Sicher?“ – „Nur Tee.“ – „Das riecht man!“ – „Ja, Fencheltee, gegen die Aufregung.“ Dann erklärt der Mann die Sache mit dem Kleeblatt: „Ein Hakenkreuz? Vielleicht sieht es so aus. Aber es ist keines.“ Es sei so gewesen: Er sollte auf dem Hausdach alte Ziegel austauschen. Und er wusste, in einer der Wohnungen wohnt ein Krebskranker. Das Kleeblatt sollte ihm Glück bringen. Er sei mit seiner Arbeit überhaupt noch nicht fertig gewesen. Er habe erst mal Eckpunkte gemacht – und dann gar nicht bemerkt, dass alles fast wie ein Hakenkreuz aussah.

Es war der 22. August 2011: Eine Frau (53) öffnete morgens in Koblenz-Rübenach ihr Schlafzimmerfenster und traute ihren Augen nicht. 20 Meter entfernt, auf dem Spitzdach des Nachbarhauses, prangte ein großes, unübersehbares Hakenkreuz – rot auf schwarzem Grund. Sie erstattete Anzeige.[…] (Quelle)

Die NDR-Satiresendung “Extra3” hat sich diesen skurillen Fall ein bissl genauer angeschaut :)