Facebook ist fast so gut wie Sex

Eigentlich wollen wir doch alle nur das eine. Ja, genau das: Aufmerksamkeit. Zuneigung. Liebe. Das Gefühl aber, etwas Besonderes zu sein, das kann kein Forum so direkt vermitteln wie die Gemeinde der Facebook-Freunde. Immer ist da jemand, mit dem man chatten kann. Und dann ist da dieser Indikator für Attraktivität. 54 “Gefällt mir”-Klicks unter dem neuen Profilfoto können nicht irren. Und 67 Menschen, die es ganz toll finden, dass ich ein Erdbeereis esse, das ist, wie soll man sagen, das kann man gar nicht in Worte fassen – einfach geil.

Forscher der Harvard University im US-amerikanischen Cambridge haben herausgefunden, dass das gute Facebook-Feeling schon in dem Moment eintritt, in dem der eigene Eintrag für den Eintragenden sichtbar wird. Das ist so irre, sein mit dem Handy gemachtes Foto von den Laufschuhen zu sehen, in die man gleich schlüpfen will, um durch den Park zu joggen, oder die selbst verfasste Nachricht von der Verabredung mit Tim zu lesen, dass es ähnlich befriedigend sein soll wie Sex. Das schreiben Wissenschaftler um die Psychologin Diana Tamir in der Zeitschrift “Proceedings”, dem offiziellen Organ der Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten. Für die Wissenschaftler erklärt sich die große Facebook-Befriedigung mit dem jedem Menschen eigenen Bedürfnis, von sich etwas preiszugeben. Sprechen wir mit anderen, dann beschreiben rund 30 bis 40 Prozent unserer Worte die eigenen Gefühle und Erlebnisse. Die Nachricht aber, die wir auf Facebook posten, die ist zu 100 Prozent unsere eigene. Jede Selbstoffenbarung aber wird als Belohnung empfunden. Und auch wenn die Forscher nicht wissen, in welchem Ausmaß die Nerven berührt werden – so sei doch nachweisbar, dass es sich um jene Hirnregionen handele, die auch auf gutes Essen und Sex positiv reagierten. Wen wundert es da, dass Facebook schon mehr als 900 Millionen Nutzer hat? In der kommenden Woche wird das größte soziale Netzwerk der Welt vermutlich an die Börse gehen. Der Marktwert könnte bei 60 bis 96 Milliarden Dollar liegen: weil die “Freunde” so viel von sich preisgeben. (Quelle)

Ich denke, falls der/die Autorin wirklich der Meinung ist, dass Facebook fast so gut wie Sex ist, dann hat er/sie noch nie guten Sex gehabt. Was fuer ein Vergleich. ;)

Wissenschaftler sollen ja auch herausgefunden haben, dass der durchschnittliche Homo Sapiens ca. 200 mal am Tag luegt. In den Social Networks duerfte die Luegenrate wahrscheinlich noch ein bissl hoeher sein.