Schon lange nichts mehr von Necla Kelek gehoert. Die Dame hat sich nach Ihrer Buchvorstellung von Thilo Sarrazin quasi selber abgeschafft. Aber jetzt meldet sich Frau Doktor Kelek in einem Nischenblatt zurueck, und macht Ihrem ‘Doktor’ alle Ehre: Sie referiert ueber medizinische Themen, natuerlich bezogen auf Muslime. Die Aerztezeitung schreibt:
[...]Viele der in Deutschland lebenden rund vier Millionen Menschen mit muslimischer Herkunft suchten am liebsten eine Praxis auf, in der sie sich verstanden fühlten, so Kelek. Sie hätten eben mehr Vertrauen in einen “Landsmann”. Denn auch bei sowohl bei den Ursachen als auch bei der Wahrnehmung von Krankheiten gebe es kulturelle Unterschiede.
Als Beispiel nennt sie das stressbedingte und durch schlechte Arbeits- und Wohnbedingungen hervorgerufene Magengeschwür. “Türkische Mitbürger haben auch signifikant häufiger Diabetes”, sagte Kelek während des 36. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer in Berlin. Ärzte müssten den Betroffenen gezielt eine Ernährungsberatung anbieten.
Solche Diagnosen seien jedoch nur ein Teil des Problems. Zusätzlich gebe es nämlich auch Indikationen, die ausschließlich in der islamischen Gesellschaft ihre Ursache hätten und nur in den Traditionen und Werten der Kultur des Islam begründet seien.
..und welche das sind, das sagt uns Frau Doktor natuerlich:
Dazu gehört aus Sicht der Sozialwissenschaftlerin unter anderem die wahrscheinlich häufige Rekonstruktion des Jungfernhäutchens. Damit solle die “Unberührtheit” der Frau durch einen chirurgischen Eingriff wieder hergestellt werden. Für muslimische Frauen sei vorehelicher Sex verboten.[...]
Ist eigentlich vorehelicher Sex bei den Hindus, Juden, und den Christen erlaubt und daher nur eine ‘islamische’ Sache? Natuerlich gibt es die Faelle, die Frau ‘Doktor’ Kelek schildert. Die Zahlen bleibt sie uns allerdings schuldig.
Wir koennen ja eigentlich froh sein, dass sie sich nicht wieder ueber den tierischen Trieb des muslimischen Mannes aeussert. Welche Qualen muss wohl der muslimische Mann erleiden, wenn er sich z.B. in eine Ziege verliebt, die gerade keinen Bock hat? Der arme Mann waere ein Fall fuer den auf ‘muslimische Krankheiten’ spezialisierten Doktor. ;)
Es verwundert mich immer wieder, wie weit das Wissen des Multitalents Kelek reicht. Gibt es eigentlich ein Thema, wo sie nicht mitreden kann? Ja, vielleicht Pferde. Aber da kann sie sich ja bei Thilo schlaumachen.


Lieber Dybth, Deine Einlassungen sind immer wieder wie ein genüssliches Frühstück am Sonntagmorgen mit richtig warmen Brötchen… auf eine schöne neue Woche!
Vesselam
======
Dybth: :-)
Kelek hat damit Recht, dass es diese Praktiken gibt. Zahlen wird sie leider nicht hervorzaubern können, da diese Praktiken wohl eher im Geheimen stattfinden.
Dass sie stattfinden, ist in meinen Augen ein Armutszeugnis für eine aufgeklärte Gesellschaft. Dies wiederum bringt mich wieder an den Kern des Problems. Die veraltete Auffassung von Reinheit.
Hierzulande gilt eine Frau nicht als unrein, wenn sie vorehelichen Sex hat. Wenn wir niemals die Aufklärung erkämpft hätten, wären wir wohl noch auf gleichem Niveau und würden uns kaum unterscheiden.
Man sollte immer die Kulturen berücksichtigen, in welchen die betroffenen Menschen ihren Ursprung haben. Niemand sagt, dass diese Kulturen auf allen Bereichen gleich auf sind mit der unseren. Gerade was aufklärerische Werte anbelangt, gibt es im Islam ein enormes Defizit.
Ich hoffe, dass diese Werte bald Fuß fassen werden und archaische Rituale und Praktiken solcher Art nicht mehr durchgeführt werden.
[Kommentar geloescht. Themenfremd]
@ Thomas: hab mal so aus Jux Ihren Kommentar mit Kinderschändung, Kindermord und Inzest, also mit Begrifflichkeiten, die man in den letzten Jahren DIE Deutschen im Ausland eher in Verbindung bringt (siehe Pressekonferenz von Westerwelle bei seinem Indienbesuch) ausgetauscht. Sehr aufschlussreich! Sollten Sie auch mal tun bevor sie mit solchen Phrasen auf den virtuellen Pfad des Heiligen Krieges gegen alles muslimische gehen…