Ein Kommentar zu der Sendung “Sarrazins Deutschland”

Der folgende Kommentar von Sinan A. unter diesem Artikel (siehe Kommentarbereich) bezuegl. der Sendung mit Thilo Sarrazin verdient einen eigenen Artikel. Here we go:

Der Film war eine 45min Werbung für die “islamkritische” Szene. Die Aktivisten wurden ins beste Licht gerückt. Widerworte gab es keine. Verschwiegen wurde der kriminelle Charakter der Bewegung und dass kaum jemand “Die Freiheit” gewählt hat. PI wird als Politzirkel präsentiert, der den etablierten Betrieb aufmischt und im Fahrwasser von Sarrazin einen großen Rückhalt in der Bevölkerung genießt. Die Nähe zum Rechtsextremismus wird von der Kommentatorin ausdrücklich verneint. In Wirklichkeit sind die Grenzen fließend. Eine Zumutung war diese Dokumentation.

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Sarrazins Deutschland
Wie eine Debatte das Land spaltet

Kurzprotokoll:

0.00
Sarrazin im sächsischen Döbeln, bürgerliches Publikum. Thilo referiert über Gene.

4.30
Zeitlupenbilder aus Berlin-Neukölln. Buschkowsky, der durch den Film begleiten wird, erscheint als Kronzeuge.

9.15
Berlin, Treffen von Rechtspopulisten, Geert Wilders, Oskar Freysinger, Die Freiheit, Rene Stadtkewitz werden vorgestellt.

10.50
Gay und PI:
“Ich bin gegen die Diskriminierung von Schwulen. Dafür stehe ich ein.”

12.30
Die Stimme aus dem Off sieht Wilders “meilenweit entfernt von deutschen Rechtsextremisten”.

13.30
Hatice Akyün, “Tochter eines Analphabeten” (BILD), schildert ihre Sicht der Dinge.

15.37
Situation in Döbeln, unter 1% Ausländer, keine erwähnenswerten Vorkommnisse. Dann wieder Sarrazin.

19.00
Sarrazin behauptet, ihm könne keiner widersprechen, wissenschaftlich sei alles völlig unbestritten. (Wird nicht weiter kommentiert.)

19.15
Hatice Akyün wieder, lacht darüber und lobt ihre deutschen Lehrer. (Sarrazin wird hier menschlich hinterfragt, wissenschaftlich wird ihm recht gegeben.)

19.55
Buschkowsky in seinem Büro, redet über sozial schwache Migranten und religiöse Riten.

20.34
Stimme aus dem Off: “Machogesellschaften nach eigenen archaischen Gesetzen, Parallelgesellschaften.” Libanesen Unterwelt. Anschließen kurdisch-libanesische Familienväter. “Familienunion Berlin”

22.46
Wieder Buschkowsky, redet mit brüchiger Stimme wirres Zeug.

23.32
Stimme aus dem Off: “Auch in Köln gibt es abgeschottete Migrantenmilieus und organisierte Kriminalität.”
PI-Mann Stefan Herre wird positiv ins Bild gesetzt, Kölner Dom im Hintergrund. Herre befürchtet, der Dom könne zu einer Moschee werden.

25.44
Aktion in München vor dem Rathaus mit Michael Stürzenberger. Redestreit mit Migranten, die zufällig vor Ort sind.

27.00
Deutscher Passant, der die PI-Aktion nicht hilfreich findet, meint, München zeige, wie gut Integration gelingen kann.

(Regie blendet dazu zwei schwarz-vollverschleierte Frauen ein. Passant wird damit als unverbesserlicher Gutmensch vorgeführt.)

27.50
Prof. Klaus Bade sagt: “Die Diskussion ist seit Sarrazin intensiver, flacher, radikaler und aggressiver geworden.”

(Stimme aus dem Off korrigiert sofort und behauptet, auch Sarrazin-Gegner erschweren die Diskussion.)

28.40
Buschkowsky meint das auch. Er behauptet, Sarrazin wäre heutzutage ein Schimpfwort (???)

29.34
Schwenk nach Essen. Thema: Wieder kurdische Libanesen. (Die gibt’s offenbar überall.) Familienunion, Jugendamt, Polizei. Der 20jährige Khalid wird vorgestellt, geduldet und kriminell.

33.08
Kommissar spricht über libanesische Banden und seine Polizeiarbeit.

37.00
Stimme aus dem Off: “Fruchtbarer Boden für Parallelgesellschaften. Zurück in Neukölln. Kinder aus Parallelwelten zu locken, kostet den Bezirk Mühe und Geld. Das versucht man im Kinderzirkus Mondeo. … Migrantenkinder, die ansonsten meist unter sich bleiben.”

37.40
Reporter fragt ein etwa 8-jähriges Mädchen: “Darfst du dich zu Hause auch so austoben?” (Suggeriert, die Mädchen würden zu Hause unterdrückt.)

38.52
Buschkowskys 5. Auftritt im Film
Fordert die Kindergartenpflicht für alle 3-jährigen. Anschließend Schulbilder aus Berlin-Neukölln. Stimme aus dem Off: “Eine Schule, als sei sie aus Sarrazins Horrorwelt.”

42.05
Buschkowskys 6. Auftritt, feiert sich selbst für seine Schulpolitik.

43.36
Schlussbild mit Migrantenkindern aus der “Horrorschule”. Musikalisch begleitet von AC/DC “Hells Bells” – “Höllenglocken”

(Schlussbild wird dreimal geschnitten, damit möglichst viele Kopftücher zu sehen sind.)