Der Mann hat nichts dazu gelernt, und er wird es auch nicht. Man erinnere sich noch an das SPD-Parteiausschlussverfahren gegen ihn, und seine ‘Versprechen’.
[...]So vergleicht Sarrazin die Deutschen mit einer edlen Pferderasse. “Stellen sie sich vor, dies sei ein Gestüt mit Lipizzanerpferden. Und irgendwie wird in jeder Generation ein belgischer Ackergaul eingekreuzt. Völlig klar, die genetisch bedingte Fähigkeit zum Laufen sinkt”, doziert Sarrazin mit vor der Brust verschränkten Armen. “Gleichzeitig steigt die genetisch bedingte Fähigkeit, einen Karren durch den Lehm zu ziehen. So ist das auch mit Menschen.”
Sarrazin hat nichts zurückzunehmen. Das erklärt er zum wiederholten Male an diesem Abend. Und auch im neuen Vorwort der Taschenbuchausgabe seines migrationskritischen Bestsellers “Deutschland schafft sich ab”, welche in diesen Tagen erscheint. Der Exbundesbanker verdient mit seiner Islamophobie viel Geld: Nach dem Duden und der Bibel ist es das meistverkaufte Sachbuch der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Erschreckend einfache Argumente
Im Jahr eins nach der Veröffentlichung versucht nun ein Dokumentarfilm zu klären, wie Sarrazins Thesen das Land spalten. “Sarrazins Deutschland – Wie eine Debatte ein Land spaltet” zeigt der WDR am 9. Januar, 22 Uhr, einen Tag später (10. Januar, 20.15 Uhr) folgt der RBB.[...] (Quelle)
Sieht so Sarrazin die Deutschen?
[...]Der Typ des Lipizzaners hat sich gute 300 Jahre lang nicht wesentlich verändert. Er wirkt elegant, mittelgroß und kompakt; kurz gesagt athletisch. Härte und Ausdauer zeichnen ihn aus. Kopf, Hals (hoch aufgesetzt) und Schultern passen sehr gut aufeinander. [...] Der Lipizzaner ist ein spätreifes Pferd, mit einem lebhaften Temperament; er ist überdurchschnittlich langlebig und bis ins hohe Alter zur Zucht und zur Arbeit unter dem Sattel geeignet. [...] Neben einschlägigen Merkmalen seines Exterieurs eignet sich der Lipizzaner besonders aufgrund seiner Kontaktfreudigkeit zum Menschen, seiner hohen Lerndisposition und schnellen Auffassungsgabe für die anspruchsvollen Lektionen der Hohen Schule. Lipizzaner verfügen in der Regel über ein hohes Maß an körperlicher und mentaler Stärke. Besonders diese mentale Stärke der Rasse kann als Fluch und Segen zugleich betrachtet werden. [...] Die schnelle Auffassungsgabe des Lipizzaners zeigt sich auch bei unerwünschten Verhaltensweisen, die das Pferd unbemerkt lernt und gegebenenfalls eifrig umsetzt. Neben seines gutmütigen Wesens hat der Lipizzaner – besonders unter dem Sattel – eine auffällig elegante Ausstrahlung und eine gehörige Portion Mut. All diese Interieureigenschaften resultieren aus einer systematischen jahrhundertelangen leistungsorientierten Selektion.[...]
..und der Belgische Ackergaul ist wohl ein Synonym fuer den muslimischen Migranten:
[...][Ackergaul ist eine herablassende Bezeichnung für ein Arbeitspferd (auch Gaul), das als Zugtier in der Landwirtschaft (auf dem Acker) eingesetzt wird. [...]
Thilo wird schon seine Gruende gehabt haben, warum er als Beispiel nicht den Vollblutaraber genannt hat. Die Merkmale eines der edelsten Rassen passten sicherlich nicht in sein Weltbild ;)


Bin schon gespannt auf den Film. Die Autoren gehören zur Berliner Prenzlberg-Fraktion. Motto dort: Multikulti ja, aber bitte ohne Kanaken. So richtig in die Pfanne hauen werden die Sarrazin also nicht. Ich schätze, er kommt moderat weg. Aber mal schauen. Das Gästebuch bei WDR “Die Story” wird anschließend wieder mit PI-Einträgen überschwemmt werden, garantiert.
Wenn Sarrazin sich da mal nicht in Widersprüchen verheddert. Eine Kreuzung zwischen den edlen Lipizzanern und den minderwertigen Ackergäulen findet doch gar nicht statt, weil sich die Ackergäule in einer Parallelgesellschaft abschotten und wie am Fließband Trümmerstuten mit Scheuklappen produzieren, die den Karren der Edelrasse aus dem Dreck ziehen. So bleibt den feinen Lipizzanern genügend Zeit sich einem natürlich Prinzip der Evolutionsbiologie zur Sicherstellung des genetischen Austauschs, d.h. der Migration, zu widersetzen und sich in Inzest und Überzüchtung zur Reinhaltung der eigenen Rasse zu üben.
Nachtrag:
Der Film war eine 45min Werbung für die “islamkritische” Szene. Die Aktivisten wurden ins beste Licht gerückt. Widerworte gab es keine. Verschwiegen wurde der kriminelle Charakter der Bewegung und dass kaum jemand “Die Freiheit” gewählt hat. PI wird als Politzirkel präsentiert, der den etablierten Betrieb aufmischt und im Fahrwasser von Sarrazin einen großen Rückhalt in der Bevölkerung genießt. Die Nähe zum Rechtsextremismus wird von der Kommentatorin ausdrücklich verneint. In Wirklichkeit sind die Grenzen fließend. Eine Zumutung war diese Dokumentation.
——————-
http://www.migazin.de/2012/01/10/10-01-2012-iran-islam-migranten-sarrazin-nazi-tunesien-auslander/#comment-26299
Sarrazins Deutschland
Wie eine Debatte das Land spaltet
Kurzprotokoll:
0.00
Sarrazin im sächsischen Döbeln, bürgerliches Publikum. Thilo referiert über Gene.
4.30
Zeitlupenbilder aus Berlin-Neukölln. Buschkowsky, der durch den Film begleiten wird, erscheint als Kronzeuge.
9.15
Berlin, Treffen von Rechtspopulisten, Geert Wilders, Oskar Freysinger, Die Freiheit, Rene Stadtkewitz werden vorgestellt.
10.50
Gay und PI:
“Ich bin gegen die Diskriminierung von Schwulen. Dafür stehe ich ein.”
12.30
Die Stimme aus dem Off sieht Wilders “meilenweit entfernt von deutschen Rechtsextremisten”.
13.30
Hatice Akyün, “Tochter eines Analphabeten” (BILD), schildert ihre Sicht der Dinge.
15.37
Situation in Döbeln, unter 1% Ausländer, keine erwähnenswerten Vorkommnisse. Dann wieder Sarrazin.
19.00
Sarrazin behauptet, ihm könne keiner widersprechen, wissenschaftlich sei alles völlig unbestritten. (Wird nicht weiter kommentiert.)
19.15
Hatice Akyün wieder, lacht darüber und lobt ihre deutschen Lehrer. (Sarrazin wird hier menschlich hinterfragt, wissenschaftlich wird ihm recht gegeben.)
19.55
Buschkowsky in seinem Büro, redet über sozial schwache Migranten und religiöse Riten.
20.34
Stimme aus dem Off: “Machogesellschaften nach eigenen archaischen Gesetzen, Parallelgesellschaften.” Libanesen Unterwelt. Anschließen kurdisch-libanesische Familienväter. “Familienunion Berlin”
22.46
Wieder Buschkowsky, redet mit brüchiger Stimme wirres Zeug.
23.32
Stimme aus dem Off: “Auch in Köln gibt es abgeschottete Migrantenmilieus und organisierte Kriminalität.”
PI-Mann Stefan Herre wird positiv ins Bild gesetzt, Kölner Dom im Hintergrund. Herre befürchtet, der Dom könne zu einer Moschee werden.
25.44
Aktion in München vor dem Rathaus mit Michael Stürzenberger. Redestreit mit Migranten, die zufällig vor Ort sind.
27.00
Deutscher Passant, der die PI-Aktion nicht hilfreich findet, meint, München zeige, wie gut Integration gelingen kann.
(Regie blendet dazu zwei schwarz-vollverschleierte Frauen ein. Passant wird damit als unverbesserlicher Gutmensch vorgeführt.)
27.50
Prof. Klaus Bade sagt: “Die Diskussion ist seit Sarrazin intensiver, flacher, radikaler und aggressiver geworden.”
(Stimme aus dem Off korrigiert sofort und behauptet, auch Sarrazin-Gegner erschweren die Diskussion.)
28.40
Buschkowsky meint das auch. Er behauptet, Sarrazin wäre heutzutage ein Schimpfwort (???)
29.34
Schwenk nach Essen. Thema: Wieder kurdische Libanesen. (Die gibt’s offenbar überall.) Familienunion, Jugendamt, Polizei. Der 20jährige Khalid wird vorgestellt, geduldet und kriminell.
33.08
Kommissar spricht über libanesische Banden und seine Polizeiarbeit.
37.00
Stimme aus dem Off: “Fruchtbarer Boden für Parallelgesellschaften. Zurück in Neukölln. Kinder aus Parallelwelten zu locken, kostet den Bezirk Mühe und Geld. Das versucht man im Kinderzirkus Mondeo. … Migrantenkinder, die ansonsten meist unter sich bleiben.”
37.40
Reporter fragt ein etwa 8-jähriges Mädchen: “Darfst du dich zu Hause auch so austoben?” (Suggeriert, die Mädchen würden zu Hause unterdrückt.)
38.52
Buschkowskys 5. Auftritt im Film
Fordert die Kindergartenpflicht für alle 3-jährigen. Anschließend Schulbilder aus Berlin-Neukölln. Stimme aus dem Off: “Eine Schule, als sei sie aus Sarrazins Horrorwelt.”
42.05
Buschkowskys 6. Auftritt, feiert sich selbst für seine Schulpolitik.
43.36
Schlussbild mit Migrantenkindern aus der “Horrorschule”. Musikalisch begleitet von AC/DC “Hells Bells” – “Höllenglocken”
(Schlussbild wird dreimal geschnitten, damit möglichst viele Kopftücher zu sehen sind.)