Australische Regierung will Diskriminierung beenden

Circa 240 Jahren nach der Entdeckung und Kolonialisierung Australiens durch James Cook ist es endlich soweit: Die australische Regierung will die Diskriminierung der Ureinwohner beenden.

Ziel eines für 2013 angekündigten Verfassungsreferendums ist es, die Diskriminierung von Aborigines und Torres-Strait-Insulanern zu beenden. Ein 19-köpfiges Expertenteam überreichte der australischen Labour-Regierung am Donnerstagabend einen 300-seitigen Bericht mit Vorschlägen zur Änderung der Verfassung. “Es ist an der Zeit, zu einem besseren Verständnis unserer Vergangenheit und zu einer Änderung der Verfassung zu kommen, um eine vereinigte und versöhnte Zukunft zu erreichen”, sagte Premierministerin Julia Gillard.

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Mit der Ankunft der weissen Siedler ab 1788 sank die Zahl der Aborigines von ca. 300.000 bis 1 Million Einwohnern auf 60.000 im Jahr 1920. Die Fahne der Aborigines (siehe oben) hat folgende Bedeutung:

  • Die gelbe Scheibe symbolisiert die Sonne als Lebensspender.
  • Schwarz steht für die dunkelhäutigen Ureinwohner, oder – in einer anderen Interpretation – für den Nachthimmel.
  • Rot steht für das sprichwörtlich rote Land Zentralaustraliens, oder – anders interpretiert – für das von den Aborigines in den letzten zweihundert Jahren verströmte Blut.