Ahnungslosigkeit trifft Groessenwahn: The Prematurity of Pyka

Die ehemalige BILD-Praktikantin Jennifer Nathalie Pyka (Foto rechts), die auch die Betreiberin des Blogs mit dem ueber ihre eigene Person vielsagenden Titel “Ahnungslosigkeit trifft Groessenwahn” ist, haelt an ihrer alten Strategie fest, dem Mitglied des Bundestages und Vorsitzenden des Auswaertigen Ausschusses eine sog. “Antisemitismus-Affaere” anzuhaengen. Diesmal mit Hilfe des Blogs von Henryk M. Broder. Allerunterste Schublade, liebe Jennifer Nathalie:

The Pest of Polenz

Was treibt eigentlich mein Lieblings-MdB Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, wenn ihm langweilig ist? Nun, er macht sich Gedanken – vorzugsweise über Juden. Natürlich nicht im stillen Abgeordnetenkämmerchen, sondern gemeinsam mit seinen Fans auf seiner eigenen Facebook-Pinnwand, die schon längst zu einem bizarren Biotop für allerlei Gestalten mit ausgeprägtem Nahost-Fimmel mutiert ist. Spielregeln gibt es kaum, mitmachen darf grundsätzlich jeder. Einzig jedoch der klassische CDU-Wähler stellt eine Spezies dar, die in Polenz’ Panoptikum mittlerweile vom Aussterben bedroht ist. Macht aber nix. Stattdessen trifft man dort jede Menge Verschwörungstheoretiker, Stalinisten, Esoteriker, Fundamentalisten und Holocaustleugner, die hier tagtäglich und dank Polenz’ intensiven Facebook-Engagements ihre Israel-Obsession ausleben dürfen.

Im Zentrum steht mein Lieblings-MdB selbst, der den israelisch-palästinensischen Konflikt „friedlich lösen“ will. Das unterscheidet ihn zumindest von seinem eigenhändig und liebevoll heran gezüchteten Nahost-Expertengremium, das auf Abruf stets recht obskure Lösungsvorschläge ausarbeitet. Dazu muss Polenz nichts weiter tun, als die „Haaretz“ oder „Amnesty International“ zu zitieren und ein paar Reizworte (Siedlungen, Apartheid, Völkerrecht) in die Arena zu werfen, die bei seinem Fanclub die immer gleichen reflexartigen Zuckungen auslösen. Sodann entsteht in Windeseile und unter Polenz’ Ägide ein Shitstorm der besonderen Art, der dann zum Beispiel so aussieht:

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Ich kenne die Facebook-Seite des o.g. Politikers sehr gut, und hatte in der Vergangenheit dort des Oefteren mitdiskutiert (u.a. auch mit der besagten BILD-Praktikantin). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Menschen mit dem Antisemitismus-Begriff allzu leicht umgehen. Jegliche Kritik an der Politik Israels wird zu oft mit diesem Totschlagargument abgeschmettert. Unter dem Motto “Wer nicht fuer uns ist, ist gegen uns” wird fast jede/r, der/die sich nicht bedingungslos auf die Seite Israels stellt, als ein potentieller Antisemit angesehen. Auf der Pinnwand trifft man sowohl islam-kritische, tuerkei-kritische, palaestina-kritische, als auch israel-kritische Diskutanten. Man hat manchmal das Gefuehl, dass die FB-Seite von Herrn Polenz bewusst von den sog. “Israelfreunden” – die zumeist auch ‘zufaellig’ Sympathien fuer islamfeindliche Blogs a la PI-News hegen und rechtspopulistische Parteien a la DIE FREIHEIT unterstuetzen – besucht werden, um dort ihren anti-islamischen, anti-palaestinensischen und anti-tuerkischen Ressentiments freien Lauf zu lassen. Darueber verliert Frau Pyka natuerlich kein Wort, da sie diese Menschen unterstuetzt, und auch von ihnen unterstuetzt wird.

Es waere wirklich nicht schwierig, in diesem Blog einige der Kommentare auf Polenz’ Pinnwand dieser ‘islamkritischen’ Menschen wie die folgenden

aus dem Zusammenhang gerissen zu veroeffentlichen, und dann Herrn Polenz vorzuwerfen, er wuerde Islamfeinde auf seiner Pinnwand gewaehren lassen. Frau Pyka macht es sich in ihrem ahnungslos-groessenwahnsinnigen Artikel wirklich zu leicht mit ihrer billigen Polemik. Sie sollte wenigstens Herrn Polenz zugute halten, dass er sie und ihre Mitstreiter auf seiner Pinnwand – trotz direkter und indirekter Beleidigungen, Drohungen und Diffamierungen  – frei gewaehren laesst. Ich haette seine Geduld nicht:

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