2200 Frauen und Kinder massakriert

Ein Massaker ungeheuren Ausmaßes erschüttert den noch jungen Staat Südsudan: Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen sind dort nach Behördenangaben in der vergangenen Woche mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen.

Darunter befänden sich fast 2200 Frauen und Kinder sowie mehr als 950 Männer, sagte der Verwaltungschef der Region Pibor am Freitag. “Es gab Massentötungen, ein Massaker”, fügte er hinzu.

Rund 6000 bewaffnete junge Männer vom Stamm der Lou Nuer waren in der vergangenen Woche in das Dorf Pibor in der Unruheprovinz Jonglei eingedrungen, das von Angehörigen der Murle bewohnt wird. Die Angreifer brannten Hütten nieder und plünderten ein Krankenhaus der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Grund für den Angriff waren angebliche Viehdiebstähle der Murle. Die Vereinten Nationen sprachen anschließend von Hunderten Toten. (Quelle) 

Fast 2200 Frauen und Kinder sowie mehr als 950 Männer!!! Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Warum liest und hoert man darueber so gut wie nichts? Wo sind die Schreie der Empoerung der Politiker, der  Diskutanten in den Chat-Foren etc., wie es z.B. bei dem Darfur-Konflikt im noch vereinten Sudan u.a. zwischen dem hauptsaechlich muslimischen Norden und dem mehrheitlich christlichen Sueden der Fall war? Oder wie es bei den Angriffen von den Extremisten der Boko Haram auf Christen in Nigeria geschehen ist? Weil die Angreifer keine sog. ‘Muslime’ waren, und die Opfer keine Christen?

Zeigt uns das Desinteresse der Menschen und Medien bei den Massakern von Nicht-Christen and Nicht-Christen nicht, dass es bei der (kuenstlichen) Empoerung im Fall der sog. ‘islamistischen’ Gewalt eigentlich nicht um die Menschen und Opfer geht, sondern darum, die eigene (krankhafte) Ideologie zu fuettern, in dem man immer wieder die Religion der Muslime an den Pranger stellt, egal ob es die Hauptursache fuer den Konflikt war, oder nicht?