Rechtsextremisten leisten Kristina Schroeder Hilfestellung

Die Familienministerin Kristina Schroeder ist seit dem Bekanntwerden des Terrors gegen Migranten unter massiven Druck geraten. Die Kritik an ihrer Person hat sich nun verstaerkt, nachdem die Wissenschaftler – die an der von ihr in Auftrag gegebenen Studie ueber die Zwangsverheiratungen gearbeitet haben – sich nun von ihr wegen der Verzerrungen der Ergebnisse “hinters Licht gefuehrt” fuehlen. Die ersten Forderungen fuer die Entlassung der Ministerin werden laut.

Hilfestellung und Unterstuetzung bekommt sie derzeit von den frremdenfeindlichen, rechtsextremen Hetzern von PI-News, insbesondere von dem fuer seine lautstarke Hetze bekannten Michael Stuerzenberger (Hervorhebung von mir):

Quelle: www.pi-news.net/2011/12/die-offentliche-demontage-der-kristina-s/

Wenn man sich die Stellungnahme der Wissenschaftler, und den besagten Artikel in der SZ durchliest, dann merkt man relativ schnell, dass vom gesundem Menschenverstand der Ministerin keine Rede sein kann, sondern sie nach ihrem eigenen Weltbild argumentiert und verzerrt. Auch wird sehr deutlich, dass man aus der Studie nicht ableiten kann, dass die Zwangsehen hauptsaechlich religioes motiviert sind, wie es der Islam-Allergiker Stuerzenberger behauptet. In der verfassten Kritik der Wissenschaftler heisst es sehr deutlich:

[…]Es ist nicht bekannt, ob die Beraterinnen und Berater in der Praxis die Religion der Eltern abgefragt haben, ob sie im Nachhinein versucht haben, sich zu erinnern, oder ob sie bloße Vermutungen äußern. Daher wäre die richtige Formulierung „Beraterinnen und Berater gaben an, dass sie davon ausgehen, dass 83,4% der Eltern der Betroffenen vermutlich muslimischer Herkunft sind“. Wer solche Differenzen als beiläufig abtut, spricht empirischen Studien implizit jeden Sinn ab. Man kann sich die Mühe dann lieber gleich sparen. Darüber hinaus ist auch die genannte Zahl mit Vorsicht zu genießen, denn sie sagt nichts darüber aus, welchen Stellenwert Religion im Alltag bzw. im Handeln gespielt hat. So ist es durchaus möglich und wahrscheinlich, dass andere Faktoren als der religiöse Hintergrund eine zentrale Rolle spielen und die Religion der Täter/-innen hier lediglich Scheinkorrelationen abbildet. Beispielsweise dürfte der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Zusammenhängen ebenfalls nicht zentral auf den christlichen Glauben der Täter zurückzuführen sein, sondern auf die Gelegenheitsstrukturen für pädosexuelle Täter und unter Umständen auf autoritäre und Täter abstützende Strukturen in entsprechenden Einrichtungen. Hierfür den christlichen Glauben per se verantwortlich zu zeichnen wäre ähnlich verkürzt wie die Zwangsverheiratungen zentral auf den islamischen Glauben zurückzuführen, der ebenso wenig Aussagen zur Legitimierung von Zwangsverheiratungen enthält wie der christliche Glauben den sexuellen Missbrauch von Kindern legitimiert.[…]

In dem folgenden Artikel wird bei PI-News polemisch behauptet, man wuerde Kristina Schroeder fuer den Terror gegen die Migranten verantwortlich machen.

Quelle: www.pi-news.net/2011/11/linksgrune-schroder-an-donermorden-schuld/

Fakt ist, dass keine/r die Ministerin dafuer verantwortlich macht, sondern sie zurecht wegen der Extremismusklausel kritisiert. Dass sie die Gefahr von Rechts verharmlost, und sich eher auf den Linksterrorismus und den sog. ‘Islamismus’ konzentriert hat, ist kein Geheimnis.

Ich behaupte jetzt auch einmal ganz polemisch, dass die Hetzer von PI-News Kristina Schroeder zur Hilfe eilen, weil sie vor ihrem Ministeramt ihre Homepage zu den Islamfeinden verlinkt hatte.

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