Irena Wachendorff hat meine Unterstuetzung

Sie ist eine Person, die ich bewundere. Eine Frau, die sich fuer den Frieden zwischen den Palaestinensern und Juden einsetzt. Ich bin ueber den Rufmord, die Verleumdungen und Diffamierungen gegen ihre Person nicht ueberrascht, denn ich war in der Digitalen Welt sehr oft Zeuge dessen.

Es herrscht Krieg, ein Cyberkrieg im Internet der vor allem auf Facebook ausgetragen wird. Worum gehts eigentlich? Es geht um einen arabisch-jüdischen Waldorfkindergarten in Israel mit dem schönen Namen „Ein Bustan“. Also um Kinder die ja unsere personifizierte Zukunft sind. Bei der Gründung des Waldorfkindergartens gabs keine heftig geführte Auseinandersetzungen, im Gegenteil. Vielleicht ist “Ein Bustan” gefährlich, denn der Kindergarten macht Furore. Funktioniert dieser Kindergarten ja für manche zu gut und genießt nicht nur in Israel einen hervorragenden Ruf, sondern in der ganzen Welt. Es hat sich herumgesprochen, dass es sehr wohl möglich ist, selbst unter der derzeitigen gesellschaftlich-politischen Wirklichkeit, ein arabisch-jüdisches Gemeinschaftsprojekt zu verwirklichen. Der nun eskalierende und international Aufmerksamkeit hervorrufende Konflikt um “Ein Bustan” hat seine Wurzeln in der unterschiedlichen Sichtweise, wie man denn zu einem Frieden im Nahen-Osten kommen könnte. Zur Zeit haben in dieser Auseinandersetzung die “Tauben” verloren und die “Falken” die Oberhand. Doch die Mittel die in dieser Auseinandersetzung eingesetzt werden sind brutal. Gilt es ja die Meinungshoheit in den Medien mit allen “Waffen” zu erlangen. Da werden Accounts von Unterstützern von „Ein Bustan“ gehackt, da werden Freunde von „Ein Bustan“ aus der Facebook-Gemeinde, ohne ordentlicher Anhörung und Prüfung, gesperrt und nun werden die Förderer des Kindergartens „Ein Bustan“ kriminalisiert.

Was ist passiert?

Gleich vorweg, ich befürworte und unterstütze das Friedensprojekt „Ein Bustan“. Demnach bin ich voreingenommen, das ist wahr. Nun, grundsätzlich werden alle jüdischen aber auch nichtjüdischen Förderer des Projekts „Ein Bustan“ als Feinde Israels verortet. Wenn man sich für „Ein Bustan“ einsetzt ist man nicht nur als Nichtjude schnell ein Antisemit, sondern, wenn man das Pech hat israelischer Jude zu sein, ja dann ist man sogar ein Staatsfeind und jüdischer Antisemit zugleich und wenn man ein ganz gewöhnlicher nichtjüdischer Deutscher ist, ja dann ist man ein antisemitischer propalästinenscher Nazi.

Irena Wachendorff ist da ein nicht mehr zu übersehbares Beispiel, für die Vorgangsweise jener rechtsradikalen nationalistischen jüdischen Gruppierung, die den Frieden im Nahen Osten nur zu ihren Bedingungen und Vorstellungen will und Frau Wachendorff zu ihrem Feindbild erklärt haben. Nennen wir doch endlich einmal das Alles beim Namen: Diese jüdischen rechtsradikalen Nationalisten stehen für ein araberreines Israel. Es passt ihnen einfach nicht in den weltanschaulichen Kram, dass da arabische und jüdische Kinder gemeinsam spielen, lachen, essen, raufen, singen, Siesta halten usw. Selbst Kleinkinder werden da zum Feind erklärt!

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