Hier ist etwas Trauriges, was aber hoffentlich ein bissl zum Denken anregen wird: Bronnie Ware ist eine australische Pflegerin, die unzaehligen Patienten in ihren letzten 3 bis 12 Wochen zur Seite gestanden hat, als diese im Sterben lagen. Sie fragte diese Menschen u.a., was sie im Leben bedauern, und was sie anders machen wuerden. Die nachfolgenden Antworten waren die haeufigsten:
- Ich wuenschte, ich haette den Mut gehabt, das Leben zu leben, das ich wollte..und nicht das Leben, das andere von mir erwartet haben.
- Ich wuenschte, ich haette nicht so viel und so hart gearbeitet (Diese Antwort kam hauptsaechlich von den maennlichen Patienten, weil sie wenig Zeit mit ihren Kindern und Partnern verbracht haben).
- Ich wuenschte, ich haette den Mut gehabt, meine Gefuehle auszudruecken (Viele Menschen unterdruecken ihre Gefuehle, um in Frieden mit anderen Menschen zu leben. Viele wurden dadurch krank, weil sie die Verbitterung ‘in sich hinein gefressen’ haben).
- Ich wuenschte, ich haette den Kontakt zu meinen Freunden nicht verloren.
- Ich wuenschte, ich waere gluecklicher gewesen.
Die meisten Menschen merken, dass man die Zeit leider nicht zurueckdrehen kann, wenn es schon zu spaet ist, und der Tod naht. Lebe Dein Leben, denn es ist kurz: Waehle bewusst und waehle weise, was Dich gluecklich macht. Sei ehrlich zu Dir selbst.
Hier koennt ihr die englische Langfassung lesen.


das geht jetzt nicht gegen den Artikel hier, sondern gegen diese Fraun Ware: ich finde das geschmacklos, aus sowas eine Top Five-Liste zu machen und sogar ein ganzes Buch…..was ihr die Leute kurz vor ihrem Tod anvertraut haben, einem der intimsten Momente des Lebens, naemlich dem letzten. Wenn ich als Angehoeriger wuesste, dass die jemanden gepflegt haette, der mir nahestand, waere ich mehr als wuetend.
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Dybth: Ich sehe es nicht so. Sie erzählt, ohne dabei Namen etc. zu nennen.. Sicherlich hat die Dame die Menschen nicht interviewt, sondern aus vielen Gesprächen das zusammengefasst, was sie immer wieder gehört hat. Ich bin froh, dass sie ihre Erfahrungen teilt.
….Aber was uns das Ganze auf jeden Fall zeigt: Keiner scheint auf dem Sterbebett zu sagen: “Ach, hätt ich doch noch ein paar Überstunden mehr gemacht!”
Geschmacklos finde ich es nicht. Mortui vivos docent! Das Tabuisieren des Themenkomplexes Tod lässt uns glauben, es sei geschmacklos, aber es ist die Tabuisierung, die meiner Meinung nach der Fehler ist. Sonst hätte ich nicht täglich Patienten, die trotz bereits auf andere Organsysteme übergreifende odontogene Entzündungen haben und sich dennoch schluchzend weigern, krankgeschrieben zu werden, weil sie arbeiten MÜSSEN. Weil sie eben müssen. Wenn ich dann sage, dass ich mir die Aufklärung darüber unterschreiben lassen will und den gutgemeinten Rat mitgebe, dass sie, wenn sie auf der Arbeit entweder berufsunfähig oder gar tot zusammenklappen, werden sie sehen, dass die Welt sich dann schulterzuckend weiterdrehe…..jo dann wechseln sie meist den Zahnarzt.
Die Alternative zum Tabuisieren muss meiner Meinung nach keine Top5-Liste sein, ich find’s befremdlich.
die kinderlosen alten Menschen fügen noch etwas hinzu
6. ich wünschte, ich hätte Kinder auf die Welt gesetzt