Und immer wieder Zwangsheirat

[…]Diese fast 160 Seiten umfassende Studie war im Auftrag der Bundesfamilienministerin Christina Schröder und federführend von der Hamburger Lawaetz-Stiftung und der Frauenorganisation Terre des Femmes erstellt worden. Sie fußt auf Angaben aus bundesweit 830 Beratungseinrichtungen, die im Jahr 2008 etwa 3400 Menschen betreut hatten, aus Dokumentationen von Einzelfällen sowie Informationen von Schulen und Migrantenorganisationen. Der Untersuchung liegt somit keine repräsentative Befragung von Betroffenen zugrunde, sondern erfasst die Daten mit Hilfe von Opfer-Beratern und Lehrern.

Es gibt knapp 10 (9.7) Mio Ehen in Deutschland. Ministerin Schröder befragte 800 Beratungsstellen (ordentliches Netzwerk), die 3443 Fälle registrierten. Das sind im Verhältnis 0,035% – selbst wenn die Dunkelziffer doppelt so hoch wäre oder man nur bi-nationale Ehen in Deutschland (ca. 660.000) zu Grunde liegen würde, sind 3443 von 660.000 = 0,52%. Natürlich sind es dabei 0,52% zuviel. Aber angesichts der Mittelverwendung für Studie und Öffentlichkeitsarbeit und angesichts der Tatsache, dass Bildung immer noch das probateste Mittel ist, tradierte Vorstellungen jenseits der eigenen Religion und der Kultur unseres Landes zu bekämpfen, fragt man sich, ob nicht zukünftig Bundesmittel effektiver eingesetzt werden können im Kampf gegen Zwangsheirat. Viel schlimmer ist die tägliche Gewalt gegen Frauen im Haus – dazu siehe nächstes Kapitel). Was macht das Familienministerium dagegen?[…]

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