Der tuerkische Premier Erdogan macht es den Ein-Prozentlern und anderen Tuerkei-Kritikern immer schwerer, sein Land zu bashen. Nun hat er sich auch noch bei den Kurden fuer die Massaker der 1930er Jahre entschuldigt.
Was Erdogan macht ist allerdings nie gut genug. Die Argumente aus dem ‘tuerkei-kritischen’ Lager werden lauten: “Und was ist mit den Armeniern? Wann entschuldigt er sich fuer die tuerkischen Ubahn-Schlaeger in Deutschland? Wann versoehnt er sich mit Israel?” etc. etc. Das war schon so, als im Sumela-Kloster Christen zum ersten Mal seit 84 Jahren eine Heilige Messe feiern durften. Auch nach seiner Ankuendigung, dass den juedischen und christlichen Minderheiten die enteigneten Immobilien zurueckgeben werden wird, hoerte man aehnliche Argumente.
Nichts ist fuer die Rechtspopulisten gut genug. Solche frohen Botschaften stehen den eigenen Vorurteilen nur im Wege. Alles was der Muslim Erdogan sagt und tut, ist selbstverstaendlich nur Taqiyya.
Fakt ist, dass die Tuerkei noch nie so demokratisch war, wie unter der jetzigen Regierung. Noch nie genossen Minderheiten so viele Rechte. Noch nie ging es der Tuerkei wirtschaftlich so gut. Das sollte man einfach mal anerkennen, auch wenn man weiss, dass noch einiges zu tun ist. Ich bin der Meinung, dass die Leistungen der letzten 10 Jahre beachtlich sind.


Wenn es so einfach wäre! Er entschuldigt sich für die Toten aus den 30ern. Gut, für die aus den 90ern ist dann der xte Nachfolger dran. Er ist der größte Schauspieler und versucht gerade auf allen Hochzeiten zu tanzen. Das merken inzwischen auch die Araber, die noch vor Kurzem von ihrem Glaubensbruder begeistert waren. Um solch eine Liebeserklärung für einen Herrscher abzugeben, bedarf es einer unheimlichen Vergesslichkeit. Erdogan ist auch nur ein Kind seiner Nation und hat für mich in der letzten Zeit ein bißchen zu oft seine Meinung gewechselt ! Jetzt spekuliert er mit syrisch Kurdistan. Ihm reicht wohl nicht die 1936! erfolgte Eingemeindung des Alexandrette (Iskenderun) Sandschaks per Völkerbund-Abstimmung.
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Dybth: q.e.d
Ein bemerkenswerter Mann
@ Walter Bornholdt
Wieviele Jahre brauchte es bis die USA sich für die Sklaverei,Landnahme von den Ureinwohnern,Genozide (Kulturelle sowie physische) vergewaltigungen,diskriminierungen an den verschiedenen minderheiten etc etc entschuldigt hat? …….
Das hat sie bis HEUTE NICHT ZU 100%
Oder nehmen wir Australien…. bis vor kurzem gab es dort auch keine entschuldigung an den Aborigines für ähnliche verbrechen.
Genauso wie viele EU staaten sich auch nicht zu 100% (wenn überhaubt) zu ihren vergangenen ungerechtigkeiten bekennen.
Gesellschaften entwickeln sich weiter und solche dinge brauchen zeit.
Ich bin kein unterstützer von Erdogan, bin aber auch nicht gegen ihn…….
Trotz allem finde ich das dies ein richtiger schritt ist zur normalisierung in der Türkei.
Politikern Vertrauen oder Glauben zu schenken fällt mir grundsätzlich sehr schwer. Fakt ist aber: Erdogan und seine Partei sind mit ihrer Arbeit sehr erfolgreich. Das erkennt man nicht nur an dem wirtschaftlichen Aufschwung und der Zufriedenheit der Bevölkerung, sondern auch daran, dass sie zum größten Teil die Voraussetzungen für den Beitritt in die EU erfüllen.
Jedes Land hat seine individuellen Probleme zu lösen. Es ist sehr einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen. Natürlich lenkt es gut von den eigenen Problemen ab, aber das löst noch lange nicht die Probleme im eigenen Land und erweckt mehr Vertrauen in Merkel.
Es geht nicht, dass sich gewisse Länder das Recht herausnehmen sich als Maß der Dinge anzusehen, anderen Ländern Vorgaben zu machen, die zu erfüllen sind und zeitgleich diese “ausbremsen” und keineZeit/ Chance geben sich zu entwickeln. Heisst übersetzt, es ist nicht gewollt, dass Länder wie die Türkei die Vorstellungen und Anforderungen erfüllen sollen. Es soll und wird immer einen Grund geben, warum sie nicht ” gut genug” sind.
Bin mit dir einer meinung Wahrträumer.
Vor allem wenn ich bedenke das Deutschland z.b. nach dem Zweiten Weltkrieg sich den tatsachen stellen musste und es größtenteils nicht freiwillig getan hat.
Den 68ern hin oder her….
Manche wollen es einfach nicht verstehen das die umstände in der Türkei nun mal anders waren dank der macht des Militärs und bestimmter politischer zirkel……
Langsam fangen diese dinge zum glück an zu bröckeln.
@Wahrträumer
was hat der Artikel mit den türkischen EU-Beitritsverhandlungen zu tun?
Irgendein EU-Protokoll betitelt mit der Überschrift “nationale Vergangenheitsbewältigung” ist nicht existent.
@ conring
Dieser Artikel hat insofern mit EU-beitritt in der frage der minderheitenrechte zu tun. Es gab noch zeiten wo schon die Existenz von Kurden und Zazas geleugnet wurde und die Kurdische/Zazaische sprache als “Bergtürkisch” deklariert wurde. Einfache gesetze und anerkennung für die Kulturellen rechte reichen da nicht aus. Und diese sind nunmal in den EU-Protokollen bezüglich der Menschenrechte zu tun.
Aber dies ist nicht das einzige zugeständniss die es seit dem Amtseintritt von Ministerpräsident Erdogan gibt.
Z.b. Vor knapp 6-7 Jahren wurde das Istanbul Pogrom (Eylül olaylari) gegen die Istanbuler Griechen, während der Regierungszeit von Adnan Menderes, anerkannt.
Ich bin zwar ein “otto normal” sunnitischer Türke, bin aber froh über jeden neuen schritt zu einer gerechteren Türkei. Seien es mehr rechte für die Christen, Sprachliche anerkennung von ethnischen minderheiten, rückkehr von Assyrern in ihre alten dörfer etc. etc
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Ernst nehmen kann man Erdogans Türkei erst, wenn außenpolitisch der Osmanen-Wahn aufhört und innenpolitisch alle Bürger die selben Rechte haben, unabhängig von Geschlecht, Religion oder Ethnie. Und zwar de facto ! Wenn man jetzt “prima, bist ja´n ganz feiner…” sagt, DAS ist von oben herab.
Und in diesem Sinne sind im Prinzip die Gutmenschen Rassisten, weil da diese Attitüde vorherrscht, das sind ja eigentlich Wilde, die muss man ganz besonders behutsam anfassen, die sind eben so.
lieber Bo(r)nnie,
erst wenn in deinem Land “de Facto” Demokratie gibt und “de Facto” selbe Rechte für alle Bürger kannst du dich über die Türkey beschweren. NEIN, ich bin kein Türke aber ich erlebe jeden Tag in Dt. die “Menschenrechte”, die “Gleichheit” usw.. aus erster Hand (Ironie Modus aus).
Eigentlich ärgert es euch, dass es den Türken immer besser geht und zwar mit Erdogan und seiner Partei, mehr nicht. Die Türkei braucht die EU nicht und möge sie nie in die EU kommen, AAAAAAAAAAAAAAAMEEEEEEEN!