All-American Muslim

In den USA ist eine neue Reality-Serie angelaufen, die sich um das Leben von 5 muslimischen Familien in Dearborn/Michigan (die Stadt mit dem groessten Anteil von Arab-Americans) dreht. In den Episoden der “All American Muslim” geht es um die normalen Probleme der Familien innerhalb der eigenen Gemeinde, sowie um Stereotypen, Traditionen, ihre Feste etc. Eigentlich eine ganz normale Show ueber eine Ethnie oder Volksgruppe, so aehnlich wie die Serien z.B. ueber die African-Americans (The Cosby Show, The Prince of Bel Air, etc.).

Natuerlich schmeckt es der islamophoben Gemeinde Amerikas nicht, die von der Angstmache leben. Sie moechten nicht, dass die ueberwiegende Mehrheit der Muslime als ‘normale’ Amerikaner dargestellt werden, die Alltagsprobleme haben, ihrer Arbeit nachgehen, und sich um die Bildung ihrer Kinder kuemmern.

Robert Spencer, einer der Helden des Norwegen-Attentaeters Anders Breivik, und ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen von PI-News, haette natuerlich gerne eine Terroristen-Familie unter den 5 Familien. Dazu schreibt Loonwatch:

[…]Robert Spencer is upset that All-American Muslim didn’t portray a family of terrorist Muslims–perhaps they could have named them the Al-Kablams.  Here is where Spencer lives in his Islamophobe fantasy: he imagines that American Muslim families are “jihadis” and Islamic supremacists who want to “blow up American buildings, subvert American freedoms, and assert the primacy of Islamic law over American law.”

If Jersey Shore were really about Italian-Americans (as some incorrectly thought it was), do you think it would be justified to demand that the show include a mafioso family in it?  Does a reality show about Catholic families in America need to include a family led by a child-molesting priest? Would a reality television show about Mexican-American families be “misleading” if it didn’t include at least one family of illegals?  Would a show about Russian or Chinese-Americans be incomplete if it didn’t include at least one family of radical communists?  Is a show about black Americans incomplete if it doesn’t include a family of ex-cons?

What utter nonsense.

This would be like arguing that the Cosby Show was misleading white America, since it showed “harmless blacks,” and not the ones “who are trying to rob, rape, and kill whites,” which was a prevailing stereotype of the time.  The entire purpose of the Cosby Show–and now All-American Muslim–is to counter stereotypes.  So why on earth would All-American Muslim include a terrorist family?  Why does anyone take Robert Spencer’s nonsense seriously?[…]

In der Studie “Das Islambild von ARD und ZDF” heisst es:

[…Im Einklang mit den großen internationalen Studien zur Berichterstattung über andere Kulturen und Länder kann aber gesagt werden, dass das Hauptproblem der Islamberichterstattung von ARD/ZDF nicht so sehr die Darstellung von Konflikten an sich ist, sondern die extrem hohe Konzentration auf dieses Themenspektrum. Nicht die Darstellung des Negativen ist das Problem, sondern die Ausblendung des Normalen, des Alltäglichen und des Positiven.[…]

Ich bin normalerweise kein Fan von Reality-TV, aber dieses Konzept finde ich interessant, da es die Vielfalt unter den Muslimen zeigt. Es bestaetigt, dass es ganz ‘normale’ Menschen mit Alltagssorgen so wie Du und ich sind. Das hilft sicherlich, einige Vorurteile abzubauen. Weg von dem anonymen, entmenschlichenden Einheitsbrei. Man gibt den Muslimen ein Gesicht. Auf diese Weise kann man sich mit den meisten ihrer Alltagsprobleme identifizieren, die nicht wesentlich anders sein duerften, als die der anderen Gruppierungen. Man blendet das ‘Normale’ nicht aus.

Mehr Infos ueber diese nachahmenswerte Sendung findet ihr hier,

Lesetipp: