Der ‘harmlose’ Bayerntrojaner..

Wie manchen sicherlich bekannt, liegt die antike Stadt Troja in der heutigen Tuerkei. Daher war mein erster Gedanke, dass die Presse und die Bayerische Regierung die Schuld fuer die Spionagesoftware bei den Tuerken suchen wuerde. Aber nun hat es sich herausgestellt, dass der Bundestrojaner eine Lederhose traegt ;)

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat den Einsatz der vom Chaos Computer Club enttarnten Spionagesoftware verteidigt. Das Landeskriminalamt habe “ausschließlich rechtlich zulässige, von Ermittlungsrichtern angeordnete Maßnahmen” angewandt, sagte der CSU-Politiker […] (Quelle)

Wenn man bedenkt, was der Trojaner alles so koennen soll, dann wirken die Aussagen des bayerischen Innenministers recht unglaubwuerdig. Der Chaos Computer Club schreibt auf ihrer Webseite:

[…]Die Analyse des Behörden-Trojaners weist im als “Quellen-TKÜ” getarnten “Bundestrojaner light” bereitgestellte Funktionen nach, die über das Abhören von Kommunikation weit hinausgehen und die expliziten Vorgaben des Verfassungsgerichtes verletzen. So kann der Trojaner über das Netz weitere Programme nachladen und ferngesteuert zur Ausführung bringen. Eine Erweiterbarkeit auf die volle Funktionalität des Bundestrojaners – also das Durchsuchen, Schreiben, Lesen sowie Manipulieren von Dateien – ist von Anfang an vorgesehen. Sogar ein digitaler großer Lausch- und Spähangriff ist möglich, indem ferngesteuert auf das Mikrophon, die Kamera und die Tastatur des Computers zugegriffen wird.[…]

Es waere also theoretisch moeglich, z.B. kinderpornographische Bilder, oder Dokumente zur Terrorplanung auf den Computer eines ‘Verdaechtigen’ ferngesteuert zu laden, und diese Person damit zu belasten.

This is some real scary stuff…

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Joachim Herrmann singt auf dem Foto: Trojan Horse von Luv’