Troy Davis: Todesurteil wird vollzogen

Demokratie, Menschenrechte, bring freedom to the rest of the world, blah blah blah….aber im eigenen Land so etwas:

Troy Davis ist Afro-Amerikaner. Er sitzt seit vielen, vielen Jahren in einer Todeszelle in Georgia und wartet auf sein Ende. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, denn in den US-Gefängnissen wimmelt es von Leuten wie ihn: männlich, nicht sonderlich gebildet und schwarz. Es ist der klassische Typus des Todeskandidaten, auf die der Strang, der elektrische Stuhl oder, wie im Fall von Troy Davis, die Giftspritze warten. Selbst das Verbrechen, dessen er für schuldig befunden wurde, ist der Grund für 80 Prozent aller Hinrichtungen: Mord an einem weißen Mann.

Und doch ist etwas anders bei Troy Anthony Davis, 42, aus Cloverdale, Georgia, vor 20 Jahren zum Tode verurteilt, Exekutionsdatum: Mittwoch, 21. September 2011. Seit Jahren tobt ein Sturm der Entrüstung gegen den Vollzug des Urteils. Erst vergangenen Freitag hatten weltweit Zehntausende Menschen gegen den staatlich sanktionierten Mord an Davis protestiert. An diesem Montag sind rund 200 Aktivisten vor einem Gericht in Atlanta erschienen, um gegen die Hinrichtung des mutmaßlichen Polizistenmörders zu protestieren. Im Gebäude tagte der Begnadigungsausschuss, und hat nun entschieden: Keine Gnade für Davis, der Mann wird hingerichtet. Damit gibt es keine Hoffnung mehr für ihn. Amnesty International spricht von einem “riesigen Rückschlag für die Menschenrechte in den USA”. Davis sei unter “dubiosen Umständen” verurteilt worden…

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Zu dem Thema ‘Todesstrafe’ kann ich euch das Buch ‘Das Gestaendnis’ von John Grisham empfehlen. Ich habe das englische Original (The Confession) gelesen, und es hat mir gut gefallen. Es ist ein Plaedoyer gegen die Todesstrafe des Bestseller-Autors.