Pfarrerin Dietrich: Die Hasspredigerin von PI

(Quelle: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/files/2011/07/dietrich.jpg)

Es gibt Hassprediger/innen, die innerhalb einer Moschee und Kirche ihren Hass auf andersartige Menschen predigen, und es gibt auch solche, die es hauptsaechlich ausserhalb der 4 Waende ihres Gotteshauses tun. Zu dieser Gruppe gehoert die Schweizer Pfarrerin Christine Dietrich aus Bern.

Frau Dietrich fuehrt seit langem ein Doppelleben. Waehrend sie in ihrer Kirche “Liebe deinen Naechsten, und halt die andere Wange hin” predigt, praktiziert und predigt sie genau das Gegenteil von dem in ihrem Privatleben: Sie ist/war eine der Hauptkoepfe bei der fremden- und islamfeindlichen Hetzseite PI-News.

Von «Talibanfurzern» und «Arschhochbetern» ist die Rede. Vom «musulmanischen Mob» und von den linken «Kulturbereicherern», die Europa bedrohen. Auf Politically Incorrect (PI), dem populärsten Sammelbecken deutschsprachiger Islamkritiker und -feinde, geht es – gelinde gesagt – unzimperlich zu und her. Paranoia und Hasstiraden, gepaart mit Pseudowissenschaftlichem und vermeintlichen Enthüllungen generieren Klicks. Die Website rühmt sich, täglich 60’000 Besucher zu haben. Noch mehr waren es nach dem Massenmord in Norwegen Ende Juni. PI machte Negativschlagzeilen, weil die Worte dort jenen des Attentäters Anders Behring Breivik stark ähnelten. «Was er schreibt, sind grossenteils Dinge, die auch in diesem Forum stehen könnten», stellte ein anonymer PI-Autor fest.

Nun stellt sich heraus, wer diese Zeilen und viele andere Beiträge verfasst hat. Es war jemand, der sonntags Nächstenliebe predigt: Christine Dietrich, eine Mittdreissigerin, Pfarrerin in der Berner Gemeinde Siselen. Vom TA konfrontiert, bestätigt sie die Autorenschaft.

Die «Frankfurter Rundschau» und die «Berliner Zeitung», welche diese Woche die klandestin operierenden Hintermänner und -frauen des Blogs blossstellten, bezeichnen Dietrich als «Co-Chefin» von PI. Aus Unterlagen, die dem «Tages-Anzeiger» vorliegen, geht hervor, dass die Pfarrerin tatsächlich eine Schlüsselrolle im islamophoben Netzwerk innehat. Gemäss den internen Dokumenten besass «die tapfere Christine» zeitweise als Einzige die Möglichkeit, Beiträge auf der Website aufzuschalten.[…]

[…]Der Pfarrerin scheint nun alles zu viel geworden zu sein. «Ich distanziere mich hiermit offiziell von Politically Incorrect», sagte sie gestern dem TA. «Dies habe ich dem Betreiber mitgeteilt.» Ihre Beiträge unter dem Pseudonym Jeanne d’Arc hat sie gelöscht. Ebenso die Facebook-Einträge unter dem Herr-der-Ringe-Decknamen Thorin Eichenschild.[…]

Wie viel die Distanzierung wert ist, muss sich zeigen. Bereits 2007 war die Theologin wegen ihrer Blog-Einträge in die Schlagzeilen geraten. 2009 hatte sie in Köln einem Anti-Islamisierungskongress den Segen gegeben. Die evangelische Kirche Kölns sprach von einer «rechtsradikalen Hetzveranstaltung».

Thomas Wipf, damals Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds, zeigte sich gegenüber der «SonntagsZeitung» befremdet: «Wenn eine Pfarrerin eine Versammlung segnet, deren Ziel die Ausgrenzung und die pauschale Anklage von Menschen einer anderen Religion ist, ist das nicht vereinbar mit dem Geist des Evangeliums.» Und was sagt der Kirchenbund heute mit neuem Präsidium? Nichts. Sprecher Simon Weber gibt zwar zu verstehen, er habe eigene Recherchen angestellt, aber zitieren lässt er sich nur mit den Worten: «No comment.»

Matthias Zeindler von den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sagt: «Wir stellen uns gegen Islamophobie und gegen jede Entwürdigung anderer Religionen. Unser Verhältnis zu nicht christlichen Religionen ist geprägt von Respekt und Dialogbereitschaft.» Für Pfarrerinnen und Pfarrer gelte «selbstverständlich» die Meinungsäusserungsfreiheit. Untersagt seien aber «Nebentätigkeiten, die in Widerspruch zum kirchlichen Auftrag stehen».

Pfarrerin Dietrich habe aber «glaubwürdig zugesagt, dass sie bei PI nicht mehr in der Form wie früher aktiv ist». Herbert Roth, Kirchgemeindevorsteher in Siselen-Finsterhennen, spricht von einer «Hetzkampagne gegen eine sehr beliebte Pfarrerin»: «Bei uns hat sie noch nie eine Hasspredigt gehalten.»[…] (Quelle)

Dann sind wir ja beruhigt. Ich meine, weil die Pfarrerin keine Hasspredigt gegen ihre eigene Gemeinde gehalten hat. Ich nehme an, dass 0% ihrer Kirchengemeinde Muslime sind.

Man stelle sich vor, dass der Imam Benjamin Idriz nebenbei als Fuehrungsperson und Autor bei einer sog. ‘islamistischen’ Webseite taetig waere, die gegen Andersglaeubige hetzt. Imam Idriz wird schon fuer sehr viel weniger vom Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet.

Das folgende Video zeigt Christine Dietrich bei einer Veranstaltung von PI. Auf dem Video ist sie unter anderem mit Robert Spencer zu sehen. Robert Spencer ist auch einer der Hauptfiguren, von dem Anders Breivik inspiriert wurde. Das Interview fuehrt der hauseigene Hassprediger von PI, Michael Stuerzenberger:


In dem folgenden Video sieht man im Hintergrund ab 7:55min fuer einige Sekunden die Christalebanin Dietrich auf einem Anti-Islam Kongress mit dem Gruender von PI, Stefan Herre, und Markus Beisicht, dem Vorsitzenden des vom Verfassungsschutz beobachteten Haufens Pro Koeln und Pro NRW.

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