Maccabiah – die juedische Olympiade

Bis zum 13. Juli finden in Wien die europaeischen Maccabi-Spiele statt. Hierzu berichtet die Deutsche Welle:

[…]Mitten in der Wiener Gesellschaft werden die europäischen Makkabi-Spiele am 6.Juli eröffnet.Teilnehmer sind  über 2.200 Athleten aus Ländern wie Gibraltar, Israel, Deutschland, Frankreich oder Italien. Aber auch Ungarn ist mit von der Partie. Ein Land in dem der Antisemitismus derzeit ausgeprägter denn je scheint, werden die Magyaren hoffentlich wenigstens in Wien freundlich empfangen. Außer der Reihe dürfen auch Mexiko und die USA teilnehmen. Das hat Tradition: einer der erfolgreichsten Athleten der Makkabi-Spiele ist der weltberühmte amerikanische Ex-Schwimmer Marc Spitz.[…]

Die Geschichte ueber die Entstehung der Maccabiah ist interessant:

[…]In zwei Jahren finden übrigens die Maccabiah, die Makkabi-Weltspiele, statt. Traditionell ist dabei Israel Veranstalter. Dadurch wird auch die eigentlich zionistische Idee der Makkabi-Spiel deutlich: “Durch die Gründung der Maccabiah 1932 wollte man Juden aus aller Welt nach Palästina holen. Nicht nur für die Spiele, sondern auch um den Staat Israel aufzubauen”, sagt Robin Streppelhoff, Experte für deutsch-israelische Sportbeziehungen an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Mittlerweile sind die Spiele zur viertgrößten Sportveranstaltung der Welt gewachsen. Immerhin sind im Makkabi-Weltverband über 400.000 Mitglieder verzeichnet.[…]

Das Wort “Maccabi” bezieht sich lt. Wikipedia auf Judas Makkabäus. Er war ein juedischer Freiheitskämpfer des 2. Jahrhunderts v. Chr. Viele juedische Sportvereine auf der Welt tragen diesen Namen (z.B. Maccabi Haifa).

Ich hatte noch nie etwas ueber diese Spiele gehoert. Grundsaetzlich ist gegen Sportveranstaltungen, die die verschiedenen Menschen zusammenbringen, nichts einzuwenden. Ich bin jedoch ein bissl skeptisch, wenn es sich nur auf eine Ethnie oder eine Religion bezieht. Dabei ist es mir egal, ob es juedische, christiliche, muslimische oder andere Spiele sind. Es hat etwas von Ausgrenzung. Aber ich will es mit meinem ‘Gerede’ nicht ‘kaputtmachen” und wuensche den Teilnehmern viel Erfolg. :)