‘Islamkritiker’ are not very amused,…

Rene Stadtkewitz (die Freiheit), Geert Wilders, Stefan Herre (Gruender von PI-News)

…und weisen jegliche Verantwortung für die Tat ihres Gesinnungsgenossen Anders Behring Breivik von sich. Man versucht sich von ihm zu distanzieren, ihn als einen irren Monster darzustellen, der nichts mit ihrer  Art der Islamkritik zu tun hat, obwohl er die gleichen Thesen vertritt, und es teilweise direkte und indirekte Verbindungen zwischen ihnen gab.

Zwei passende Artikel dazu im Stern:

1. Im Krieg gegen den Islam

Sein Anwalt sagt, Anders Behring Breiviks wähne sich “im Krieg”. Was er über die “Islamisierung” Europas schreibt, erinnert in der Tat an einen Feldzug. Doch ist er auch Teil einer Truppe?

Wir. Er schreibt immer: wir. So als sei er, Anders Behring Breivik, der Mann, der am Freitag 76 Menschen das Leben nahm, Teil einer großen Gemeinschaft. Breivik nennt sie die “Western European Resistance”, eine Wertegemeinschaft gegen die Islamisierung Europas und für den Patriotismus der Aufrechten gegen die “political correctness”. In seinem 1500-Seiten-Pamphlet schreibt er, für den Fall, dass die “Resistance” erfolglos bliebe, würde “…Westeuropa fallen, und mit ihm eure Freiheit und die eurer Kinder”. Es sei deshalb existenziell, die Wahrheit über die Unterwanderung durch den Islam zu verbreiten. Und zwar bevor das ganze System des Westens zusammenbreche. Was nach Breiviks Überzeugung bereits in “zwei bis sieben Dekaden” der Fall sein könne.

Seit das 1560 Seiten starke Manifest des Wahnsinns bekannt ist, fragt sich alle Welt: Ist der 32-Jährige, der erst eine Bombe in Oslo zündete und wenige Stunden später 68 Kinder und Jugendliche in einem Feriencamp auf Utøya erschoss, ein geisteskranker Einzeltäter? Oder ist er tatsächlich Teil einer rechtsradikalen politischen Verschwörung gegen die liberalen Gesellschaften Europas?

Gab es Kontakte nach Hamburg?

Laut seinem Anwalt Geir Lippestat hat Islamistenhasser Breivik über Kontakte zu in- und ausländischen Rechten berichtet und sprach von “zwei Zellen unserer Organisation”. Allerdings weigert sich Breivik hartnäckig, nähere Auskünfte dazu zu geben.

Die deutschen Verfassungsschützer sind jedenfalls alarmiert.

weiterlesen

2. Der verlassene Attentaeter

Die “Das-wird-man-ja-wohl-sagen-dürfen”-Fraktion wird leiser: Rechte und Islamkritiker weisen jede Nähe zum Doppelattentäter von Norwegen zurück – und verlegen ihr Feindbild nach links.

“Die islamistische Gewalt ist nicht Folge eines Missbrauchs der Religion, sondern leitet sich unmittelbar aus dem Koran ab”. “Der Islam ist keine Religion, sondern eine ‘Gewaltideologie’ die jede andere Gesellschaftsform abschaffen will”. “Bei keiner anderen Religion ist der Übergang zu Gewalt und Terrorismus so fließend.” Drei Zitate, eine Ansicht und zwar eine reichlich eindeutige, nämlich: Der Islam ist böse. Per se. Diese Aussagen stammen vom holländischen Rechtsaußen Geert Wilders, aus dem islamfeindlichen Blog “Politically Incorrect” und vom neurechten Zahlenhuber Thilo Sarrazin. Auf sie bezieht sich auch Anders Behring Breivik in seinem Manifest. Bis zum 22. Juli 2011 waren das nur Worte. Doch an jenem Freitag wurden aus den Hassprediger-Parolen plötzlich eine 500-Kilo-Bombe und unzählige Gewehrkugeln. Taten, mit denen die Rechte, wie sie nun eilig beteuert, nichts zu tun haben möchte.

Die Linken – schamlos, zynisch, menschenverachtend

Die Webseite “Politically Incorrect” (PI), zum Beispiel, eine Plattform weitgehend anonymer Blogger aus dem konservativen bis rechten Spektrum, die seit 2004 lautstark gegen Linke im Allgemeinen und den Islam im Besonderen wettern, findet einen ganz besonderen Umgang mit dem verheerenden Doppelattentat von Oslo und Utøya: In einem Satz beklagt sie wortreich das “teuflische Werk” des Anders Behring Breivik, um im gleichen Atemzug die angeblich “einseitige und nicht selten an Verklärung, Verleumdung und Diffamierung grenzende Berichterstattung” über die wahren Ursachen zu geißeln: “Nach dem furchtbaren, abstoßenden und aufs schärfste zu verurteilenden Verbrechen von Breivik wird immer deutlicher, dass eine schamlose, zynische und zutiefst menschenverachtende Fraktion innerhalb der internationalen Linken sich nicht einmal eine Atempause für ehrliche Trauer, tiefe Betroffenheit und echt empfundenen Schmerz genommen hat”, heißt es in einem Beitrag.

weiterlesen

Lesetipps: