Profit ist Nebensache

Ein gutes Gewissen ist wichtiger als satte Gewinne: Die Gemeinschaftsbank GLS setzt seit 50 Jahren auf ethisch-ökologische Werte. Nach der Finanzkrise entscheiden sich immer mehr Deutsche für eine nachhaltige Geldanlage.

Auf den ersten Blick hat das dreistöckige Gebäude in Bochum nichts mit einer herkömmlichen Bank gemein. Weit und breit kein Geldautomat und schon gar keine Werbung für eine lukrative Finanzanlage in Sicht. Stattdessen sticht an der Fassade der Gemeinschaftsbank GLS ein großformatiges Transparent ins Auge. Dort steht zum Beispiel: “Mach Geld zu deinem Gott – und es wird dich plagen wie der Teufel.” Ein Zitat des Schriftstellers Henry Fielding. Oder ein anderes von Henry Ford: “Ein Geschäft, das nichts als Geld verdient, ist kein gutes Geschäft.”

Werbeaktionen von Banken, die Kunden satte Anlagegewinne versprechen, sehen anders aus. Doch die Geschäftsphilosophie des größten ethisch-ökologischen Geldinstituts der Republik basiert auf sozial verantwortlichem Umgang mit Geld. Insofern fällt diese Bank aus dem Rahmen. Und das, so Vorstandsprecher Thomas Jorberg, nicht erst seit heute: “Jegliche spekulativen Geldgeschäfte, ob das nun Derivate, ob das nun Kreditverbriefungen  oder was auch immer sind, machen wir nicht.” […] (Quelle)

Wikipedia hat mehr Infos ueber die Bank:

Die GLS Bank wurde in einer breiten Umfrage der Zeitschrift Börse Online und des Nachrichtensenders n-tv mit Abstand zur Bank des Jahres 2010 und 2011 gewählt.

Die Bank finanziert mehr als 11.000 Unternehmen und Projekte pro Jahr, die in Bereichen wie freie Schulen und Kindergärten, regenerative Energien, Behinderteneinrichtungen, Wohnen, nachhaltiges Bauen und Leben im Alter tätig sind.[7] Die Geschäftstätigkeiten zielen somit nicht auf eine reine finanzielle Gewinnmaximierung ab. Nicht finanziert werden unter anderem Alkohol, Atomenergie, Embryonenforschung, grüne Gentechnik, Rüstung, Tabak, Kinderarbeit und Tierversuche.[8] Als Teil der Unternehmensphilosophiesieht die Bank die Transparenz in ihrer Kreditvergabe. So werden alle an Unternehmen vergebene Kredite in der Kundenzeitschrift „Der Bankspiegel“ veröffentlicht.

Zur Transparenz und Mitbestimmung zählt, dass die Kunden bei der Kontoeröffnung bestimmen können, wo ihr Geld angelegt werden soll. Einige der Projekte werden auch auf der Internetseite vorgestellt.[9] Die Einlagen können in folgenden Branchen eingebracht werden:

  • Ökologische Landwirtschaft
  • Nachhaltiges Bauen
  • Wohnprojekte
  • Regenerative Energien
  • Biobranche und andere Unternehmen
  • Freie Schulen und Kindergärten
  • Gesundheit
  • Behinderteneinrichtungen
  • Leben im Alter
  • Kultur

Diese Bank erinnert mich an das Islamic Banking. Die Geschaeftsprinzipien und die Ziele lassen sich durchaus vergleichen.