EHEC: Hygiene in Deutschland

Wissenschaftler und Politiker beraten derzeit, wie die EHEC-Infektionswelle eingedämmt werden kann. Viele Experten empfehlen dazu einen Blick auf die Hygienezustände in Deutschland. Diese seien oft “gruselig”.

Kakerlaken auf alten Fettresten, Toiletten mit Kot- und Urinspuren des Vorgängers, mangelhaft gereinigtes Operationsbesteck mit Blutflecken, komplett verdreckte Tastaturen von Computern, ungeputzte Flure, ungewaschene Hände und tagelang getragene Unterwäsche – egal in welchen Lebensbereich man in Deutschland blickt, die Missstände bei der Hygiene sind für ein Industrieland zu groß. Darin sind sich führende Hygieneexperten einig.[…]

[…]Es ist gerade einmal ein Jahr her, dass in zwei städtischen Kliniken in München die Operationssäle schließen mussten, weil Operationsbestecke nicht gereinigt und nur mangelhaft desinfiziert wurden. Prüfer des Gesundheitsamtes entdeckten bei Routinekontrollen die Missstände, die bei der Klinikgesellschaft sogar länger bekannt gewesen sein sollen. Kein Einzelfall. […]

[…]Einige europäische Nachbarländer schützen sich inzwischen vor diesen Zuständen. Das geht so weit, dass in Deutschland operierte Personen bei einer Weiterbehandlung in den Niederlanden einige Tage auf die Quarantänestation kommen. Kliniken in den Niederlanden beschäftigen generell mehr Mikrobiologen und Hygienefachleute als Krankenhäuser in Deutschland. […]

[…]Das Waschen der Hände, das im Kampf gegen den EHEC-Erreger dringend angeraten wird, findet viel zu selten statt. Nicht einmal 40 Prozent der Erwachsenen waschen sich am Tag mehr als einmal die Hände – und dann oft nur für einige Sekunden und ohne Seife. Keime lassen sich so nicht beseitigen. Nach den Ergebnissen britischer Hygieneforscher beginnt die mangelnde Hygiene bei den Deutschen bereits im Kindesalter. Regelmäßiges Händewaschen wird als lästig empfunden und nicht einmal die Hälfte der Kinder wäscht sich vor dem Essen die Hände.[…]

Und jetzt wird es ganz appetitlich:

Das Verhalten setzt sich in vielen weiteren Lebensbereichen fort. Da werden Zahnbürsten fast ein Jahr lang benutzt, Handtücher und Bettwäsche zu selten gewechselt. Ganz unappetitlich gestaltet sich das Thema Unterwäsche: Die wird von vielen Männern bis zu eine Woche lang getragen.[…]

Zum Schluss bringt es Klaus Dieter Zastrow vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin an den Vivantes-Kliniken Berlin auf den Punkt:

“Nicht das Gemüse und oder die Sprosse ist schlecht, sondern ihre mangelnde Hygienebehandlung.” (Quelle)

Herr Ulfkotte, Sie Faekalien-Jihadist, wie oft wechseln Sie eigentlich Ihre Unterwaesche? Alle 2 Wochen? Nach einer Woche wird die Unterhose einfach andersherum getragen, gell?  :)