Operation Geronimo

Gokhlayeh oder Goyathlay (eigentlich Bedonkohe: Goyaa?é, „der Gähnende“, * 16. Juni 1829; † 17. Februar 1909 Fort Sill, Oklahoma), später genannt Geronimo, war der Kriegshäuptling und Schamane (Diyin) einer Gruppe der Bedonkohe-Inde. Sein Widerstand gegen das Vordringen der Truppen der USA und Mexikos machte ihn zu einem der bekanntesten Indianer Nordamerikas. […] Als 1858 die mexikanischen Truppen des Militärgouverneurs des Bundesstaats Sonora, General Jose Maria Carrasco, seine Mutter, seine Frau und seine drei Kinder töteten, schwor Gokhlayeh Rache.[…]

[…]Als ein Kopfgeld von über 2.000 Dollar auf ihn ausgesetzt wurde, stellte er sich am 4. September 1886 mit noch 36 verbliebenen von ursprünglich 500 Kriegern den Amerikanern unter dem Kommando von General Nelson A. Miles, die ihn jahrelang vergeblich mit 5.000 Soldaten, einem Heliografensystem,[5] 500 Apachen-Scouts, dem Chefscout Al Sieber, 100 Navajo-Scouts und 3.000 mexikanischen Soldaten gejagt hatten. Daraufhin verbrachte er die nächsten drei Jahre im Gefängnis. […] Sein Wunsch, vor seinem Tod noch einmal in seine Heimat zurückzukehren, wurde nicht erfüllt, er starb am 17. Februar 1909 an einerLungenentzündung und wurde auf dem Friedhof von Fort Sill bestattet. Einer Legende der Apachen zufolge sang der „letzte Freie Krieger“ auf dem Totenlager folgende Worte „O Ha Le a“, frei übersetzt „Ich warte“. Manche Indianer, auch außerhalb der Apachen, werten diese Worte als „Ich warte auf die Wende des Schicksals“, was die rote Nation bis heute bestärkt.[…] (Quelle)

Ich weiss nicht, ob der Code-Name Operation Geronimo bewusst gewaehlt wurde, um die Jagd nach OBL mit der Jagd auf Geronimo gleichzusetzen. Hier wird der Name und Ruf eines Menschen, der fuer viele Ureinwohner Amerikas ein Held ist, und als Symbol fuer den Kampf fuer die Freiheit seines Volkes steht, im Nachhinein geschaendet. Fuer mich ist der gewaehlte Code-Name eine Demuetigung und Beleidigung der Ureinwohner Amerikas.

Nachtrag:

Native Americans empört über Codenamen “Geronimo”

Nicht mehr zu verhindern ist die Verletzung, die Angehörigen indianischer Stämme durch die Wahl des Codenamens „Geronimo“ für Bin Laden zugefügt wurde. „Geronimo EKIA“ („Enemy killed in action“) lautete die Vollzugsmeldung und der Codename wird nicht mehr abzustreifen sein.

Die uralte, überwunden geglaubte Gleichsetzung von Feind und Indianer empört die ersten Bewohner Amerikas, die sogenannte „Native Americans“. Der Südstaaten-General Robert E. Lee, merken Stammesvertreter an, habe weit mehr Amerikaner auf dem Gewissen als der Apache Geronimo, der vor 102 Jahren im Exil starb, verraten und verarmt.

„Operation Lee“ sei für Bin Laden aber genauso undenkbar wie „Operation Mandela“. Mehr als zehn Jahre lang entzog sich Geronimo den 5000 Soldaten, die ihn jagten. Aus der Erinnerung an den großen Krieger könnte man auch Stolz ziehen. (Quelle)