Necla Kelek aeussert sich zu der Islamkonferenz

Dass Necla Kelek sich zu der Islamkonferenz zu Wort melden wuerde, war so klar wie das Amen in der Kirche. Dabei hat sie wieder kein Fettnaepfchen ausgelassen:

Mach meinen Kumpel nicht an“, ist seit 25 Jahren der Slogan von SPD und Gewerkschaften, wenn es um Rassismus und Migration geht. Auch die Stellung der Sozialdemokratie zum Islam ist seither von diesem Helfersyndrom geprägt. Gläubiger oder Genosse, ganz gleich, wer Ali oder Ayse nicht geben will, was sie wollen, kriegt es mit den Kumpeln zu tun.

Frau Kelek vergleicht die Solidaritaetskampagne der Gewerkschaften, die sich gegen den Rassismus wendet, und die sich schuetzend vor die auslaendischen Kollegen stellt, mit “wer Ali und Ayse nicht geben will, was sie wollen…..”. Absurd. Solch eine Initative gibt es zum Beispiel auch beim Deutschen Fussball-Bund  (Zeig Rassismus die Rote Karte).

Die Verwaltung der sozialen Benachteiligung von Migranten durch “Staatsgelder“ ernährt eine ganze Integrationsindustrie. Was für die Kirchen die Caritas, ist für SPD und Grüne, GEW und andere der migrantische Subventionsverein, ein ständiger Quell staatlicher Zuschüsse.

Frau Kelek, die Islam- und Integrationsdebatten haben Sie doch dahin gebracht, wo Sie heute sind. Hat sich Ihr Opportunismus nicht bezahlt gemacht? Sind Sie nicht eine der Hauptprofiteure dieser Diskussionen?  Haben Sie denn nicht ein monetaeres Interesse daran, dass diese leidigen Debatten auf ewig weitergehen? Noch heute verkaufen sich Ihre Buecher zu der Thematik hervorragend. Sie sind immer noch ein gern gesehener Gast im Funk und Fernsehen als sog. ‘Experte’ zu diesem Fachgebiet . Frau Kelek, Sie sind ein Teil dieser Integrationsindustrie.

Dass vom Integrationsslogan “Fordern und fördern“ nur der zweite Teil ernst genommen wird, konnte man gerade wieder beobachten, als die Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Aydan Özoguz, zur am Dienstag stattgefundenen Islamkonferenz Stellung bezog. Sie fordert die Muslime auf, das Gremium zu boykottieren.

Ihr Parteifreund Dieter Wiefelspütz meint zwar, diese Äußerung sei in “der ersten Erregung“ gefallen, aber wer Frau Özoguz kennt, weiß, dass sie aus einer tiefen Überzeugung spricht. SPD und Grünen war die Islamkonferenz von Beginn an suspekt. Zum einen, weil es die Idee eines CDU-Ministers war, und zum anderen, weil man über die Frage der gesellschaftlichen Dimension des Islam nicht inhaltlich diskutieren will oder darf.

Sie wollen – wie auch die Kritiker der Islamkritik – keine Einmischung in das islamische Leben. Was im Namen des Islam passiert, hat die Politik nicht zu interessieren. Die Vorschläge des Innenministers waren für sie nur das Stichwort, den alten Slogan zu relaunchen, nach dem Motto “Mach meinen Islam nicht an“.

Verschwoerungstheoretiker aller Laender vereint euch! Frau Kelek, es ist beeindruckend, wie Sie die Kurve von “Mach meinen Kumpel nicht an” zu “Mach meinen Islam nicht an” gekriegt haben. Was Ihnen an Sensibilitaet, Logik, Differnzieren und Witz fehlt, versuchen Sie anscheinend mit Ihrer Kreativitaet auszugleichen. Dabei scheint das WARUM keine Rolle zu spielen. Warum wurde vorgeschlagen, dass die Muslime die Konferenz boykottieren sollten? Weil der Innenminister nach seinem Amtsantritt behauptete, dass ihre Religion nicht nach Deutschland gehoert. Weil der Herr Innenminister aus der Islamkonferenz eine Sicherheitskonferenz machen wollte. Das haette den Eindruck vermittelt, als ob die Muslime ein Sicherheitsrisiko waeren. Was ist das fuer eine Basis fuer eine gemeinsame Diskussion?

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Islamkonferenz von den Teiilnehmern boykottiert werden sollte, bis der Bundesinnenminister seine Aussagen korrigiert, oder die DIK an ein anderes Ministerium uebergeben wird.

Was war geschehen? Der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hatte auf der Konferenz unter anderem eine Sicherheitspartnerschaft von Moscheevereinen und Staat angeregt, um gemeinsam gegen islamistischen Terror vorgehen zu können. Es ging auch noch um die Ausbildung von Imamen und die Voraussetzungen für den konfessionsgebundenen Religionsunterricht.

Auch Armina Omerika, Konferenzteilnehmerin auf muslimischer Seite, sprach von einer “bedenklichen Kultur des Denunziantentums“, zu der der Innenminister aufgerufen haben soll. Die Gegner des Innenministers von SPD und Grünen bis zu dubiosen Islamverbänden wie dem Zentralrat der Muslime, laufen gegen Friedrich Sturm, weil er ihnen nicht geben will, was sie sich in den letzten Monaten so schön zurechtgelegt hatten.[…]

[…]Der neue Bundesinnenminister Friedrich scheint ein Pragmatiker mit Prinzipien zu sein. Er will weder Grundsatzdiskussion noch schleichende Anerkennung, sondern orientiert seine Politik offenbar an klaren Interessen. […] Er ist der erste Politiker, der den Moscheevereinen etwas abverlangt, nämlich zum Schutz der Gesellschaft aktiv zu werden. Das Geschrei bei den Vormündern ist groß. Denn wenn diese Haltung Schule macht und man von den Muslimen und ihren Verbänden aktiv Integrationsleistungen abverlangen kann, wenn wir darüber diskutieren können, ob ein Bürger dieses Landes zumindest in Sicherheitsfragen loyal gegenüber der Gesellschaft sein sollte, dann verändert sich auch das von der Sozialpolitik eingehegte Leben der Migranten.[…]

Frau Kelek, Sie als ehemalige Teilnehmerin der Islamkonferenz muessten doch eigentlich wissen, dass es solch eine “Sicherheitspartnerschaft” schon gibt. Seit Ende 2008. Entweder Sie sind nicht informiert, oder Sie leiden schon wieder unter Ihrer “Vergesslichkeit”.

Den vollstaendigen Artikels koennt ihr hier lesen.