Ein Stueck Deutschland in Paraguay

Mennoniten sind eine evangelische Glaubensgemeinschaft, die aus den Täuferbewegungen der Reformationszeit hervorgegangen ist. Der Name leitet sich von dem aus Friesland stammenden Theologen Menno Simons ab. Im 20. Jahrhundert gründeten sie auch in Lateinamerika Siedlungen, vor allem in Paraguay. Bis heute spricht ein großer Teil von ihnen den niederdeutschen Dialekt Plautdietsch.

Weltweit gibt es derzeit ungefähr 1,6 Millionen Mennoniten in 80 Ländern. Von diesen leben mit 37 % die meisten in Afrika. In den USA und Kanada leben 32 %, in Asien und Australien16 % und in Lateinamerika und der Karibik etwa 10 %. In Europa, wo die mennonitische Bewegung entstanden ist, leben heute nur noch etwa 4 % der Mennoniten.

Ein interessantes Videos gibt es auch hier.

Im Jahre 2007 besuchte der ehemalige Bundespraesident Horst Koehler auf seiner Suedamerika-Reise eine Schule der Mennoniten in Paraguay:

[…]Danke Herr Bundespräsident“, singen die Schüler aus vollem Halse, „Sie sind hier zu Gast bei Freunden. Herzlich willkommen bei uns im schönen Paraguay“, erklingt es auf deutsch. Der Oberstufenchor des „Colegio Alemán Concordia“ schmettert die eigens komponierte Begrüßungshymne für Horst Köhler. Der ist erst nur erfreut, beim zweiten Lied schaut er dann immer ergriffener.

“Heimat entsteht, wo man Liebe erfährt, wo das Haus deiner Eltern dir eine Zuflucht gewährt.“ Das sind Momente, die Köhler besonders berühren[…]

[…]”Hier herrscht kein Zweifel, dass es etwas Gutes ist, wenn man sich zur deutschen Sprache und zu deutschen Werten bekennt“, lobt der Bundespräsident mit einem kritischen Blick auf die bisweilen verklemmte Heimat.[…] (Quelle)

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Danke an Sabriya fuer den Hinweis