Wann streicht die Union das C aus ihrem Namen?

Nachfolgend ist eine Auswahl von Artikeln ueber Politiker, die der ‘Christlichen’ Unions-Parteien in Deutschland zugehoerig sind, aber meiner Meinung nach sehr unchristlich handeln. Wenn man sich deren Aktionen anschaut, sich deren Aussagen anhoert, entspricht es gar nicht dem Bild, was man in der Oeffentlichkeit ueber die Lehren Jesu vermittelt bekommt. Enweder habe ich die christliche Religion bisher falsch verstanden, oder diese Menschen sind Heuchler und Opportunisten:

Seine vermeintlich so christliche Gesinnung trägt Philipp Mißfelder, außenpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, zwar bei jeder unpassenden Gelegenheit wie eine Monstranz vor sich her, aber eigentlich ist Mißfelder doch nur ein scheinheiliger Schwätzer, der mit gelebtem Christentum ungefähr soviel zu tun hat wie der Papst mit Gruppensex – nämlich gar nichts. Demonstriert hat der CDU-Nachwuchspolitiker seine eiskalte Menschenfeindlichkeit nun einmal mehr im RBB-Radiointerview vom 24. Februar, in dem es nicht nur um den Umgang mit den Flüchtlingen aus Nordafrika ging, sondern auch um die Vorzüge von Gaddafi, Mubarak und all den anderen blutigen Diktatoren, mit denen es sich bisher ja so gut paktieren ließ. (Audio auf Politblogger)

[…]Einen radikalen Vorschlag macht die Senioren-Union. Sie gefordert, Migrantenfamilien aus nicht EU-Ländern das Kindergeld zu streichen. Ab 2012 solle der Staat die Leistung nur noch für Kinder auszahlen, „von denen mindestens ein Elternteil vor dem 1. Januar 2000 Euro-Bürger war“, heißt es in einem Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz in Recklinghausen, der am Freitag veröffentlicht wurde. „Wir brauchen mehr Druck auf Ausländer, sich zu integrieren“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Senioren-Union, Leonhard Kuckart, der Nachrichtenagentur dapd in Berlin.[…]  (Quelle: Senioren-Union: Migranten das Kindergeld streichen)

[…]Indirekt hat die CDU Angst, dass die Rechtspopulisten ihre eigene Partei gruenden, anstatt als Rechtspopulisten weiterhin innerhalb der CDU zu agieren. Heisst das, dass rassistische Parolen akzeptabler sind, solange diese unter eigenem Parteinamen ausgesprochen werden? Macht um jeden Preis? Die CDU sollte sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, wofuer das ‘C’ im Parteinamen steht.[…] (Quelle: Deutsche Leitkultur & christliches Menschenbild)

Provokanter Vorschlag aus der Union: Politiker von CDU und CSU verlangen eine neue Einwanderungspolitik, bei der Ausländer sich einem Intelligenztest unterziehen müssen. Humane Gründe dürften nicht länger das einzige Kriterium für Zuwanderung sein.[…] (Quelle: Intelligenztest fuer Zuwanderer)

[…]Die „Überfremdung“ koste Milliarden, die gleichgeschlechtliche Ehe sei „falsch und unsinnig“ und der Ausbau von Krippenplätzen „marxistisch“. Was sich wie ein rechtsextremes Pamphlet anhört, stammt aber aus einer Erklärung der Jungen Union(JU) im baden-württembergischen Göppingen […] In der Erklärung fordern die Autoren eine Rückbesinnung der CDU auf ein „konservatives Profil“ und eine „christliche Leitkultur“. […] (Quelle: Junge Union sorgt fuer Wirbel)

[…]In einem offenen Brief hat der hessische GEW-Chef Jochen Nagel der CDU-Fraktion erklärt, dass man Irmer nicht länger als Gesprächsparter akzeptieren könne. Die GEW beobachte seit langem mit Sorge, dass Irmer mit “migrantenfeindlichen und gegen den Islam gerichteten Polemiken rechtsextremes Gedankengut” vertrete, schreibt Nagel weiter. Man habe den Kontakt bisher nur nicht abgebrochen, weil man im Grunde den Kontakt mit den bildungspolitischen Sprechern aller Landtagsfraktionen pflegen wolle.[…] (Quelle: GEW will nicht mit Irmer sprechen)

[…]Wie wahrscheinlich ist es, dass sich die CDU den muslimischen Buergern oeffnen wird? Die Antwort dazu kann man sehr gut im Umfeld der Wahl der Ministerin Oezkan finden. Was zuerst ueberall sehr gelobt wurde, wurde in den eigenen Reihen der CDU/CSU innerhalb kuerzester Zeit demontiert. Der unterschwellige Ton in den Kommentaren war laut genug. Es wurde behauptet, dass das Experiment eines muslimischen Ministers schon vor Beginn gescheitert waere. Die CSU legte nach und sagte, dass man mit solchen abstrusen Ideen nicht Minister in Bayern werden koenne (die abstruse Idee mit den Kreuzen in den Schulen, die das Bundesverfassungsgericht auch schon hatte), und dass es in Frau Özkan’s Heimatland ihr nicht in den Sinn kommen wuerde, so mit einer gewachsenen Religiosität umzugehen (Es sei angemerkt, dass Frau Oezkan eine in Deutschland geborene Deutsche ist).[…] (Quelle: Ist die CDU fuer Muslime waehlbar)

[…]Nun, was hat die ganze Sache mit Frau Schroeder (geb. Koehler) zu tun? Eigentlich gar nichts, aber mich hat es einfach gewundert, dass man in der Vergangenheit seitens der CDU z.B. sich nicht dazu geaeussert hat, dass Frau Schroeder’s Homepage zu dem rechtslastigen, auslaender- und islamfeindlichen Blog PI-News verlinkt war (Siehe hier, hier, hier und hier).[…] (Quelle: Vergleich von Bundesministerin Schroeder und Sozialministern Oezkan)

[…]CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt lehnt eine Aufnahme tunesischer Bootsflüchtlinge in Deutschland strikt ab. Dobrindt mahnte am Mittwoch mit Blick auf den jüngsten Flüchtlingsansturm auf die italienische Insel Lampedusa: „Hier geht es nicht um die Gewährung von politischem Asyl, sondern um die Verhinderung von illegaler Einwanderung.“[…] (Quelle: CSU gegen die Aufnahme von tunesischen Fluechtligen)

“Diejenigen, die gestern gegen Kernenergie, heute gegen Stuttgart21 demonstrieren, agitieren, die muessen sich dann auch nicht wundern, wenn sie uebermorgen irgendwann ein Minarett im Garten stehen haben, Meine Damen und Herren!” (Quelle: Was haben Kernenergie und Minarette gemeinsam?)

[…]Man bedenke auch die Heuchlerei von Herrn Herrmann in seiner obigen Aussage: Er weicht der Frage aus und versucht den Eindruck zu erwecken, dass er eventuell mit einer tuerkischen Bundeskanzlerin leben koennte, aber die muslimischen Buerger in Deutschland nicht. Wer den Innenminister und seine frueheren Aussagen naeher kennt (z.B. die noch harmlosen Aussagen zu Ayguel Oezkan), der weiss ganz genau, dass eine Kanzlerin mit muslimischen Migrationshintergrund fuer den CSU-Mann nicht in Frage kommt. Nur zugeben mag er es nicht. Stattdessen lenkt er vom Thema ab und sucht die Schuld bei den ‘Macho-Muslimen’.[…] (Quelle: Koennen Sie sich eine tuerkisch-staemmige Kanzlerin vorstellen?)

[…]Für fünf Tage, sieben Stunden und 38 Minuten wirkte die CDU so, wie sie Angela Merkel gern hätte. So viel Zeit verging zwischen der Meldung, dass die Muslimin Aygül Özkan neue Integrationsministerin in Niedersachsen werde, und der Aufforderung eines CSU-Abgeordneten, sich zu überlegen, ob sie in der richtigen Partei sei.[…] (Quelle: Die Rueckkehr an den Stammtisch)

Ich moechte anmerken, dass es natuerlich Unionspolitiker gibt, deren Integritaet und moralische Kompetenz ich sehr schaetze. Dazu gehoeren unter anderem Ruprecht Polenz, Christian Wulff, Rita Suessmuth und Heiner Geissler, um nur einige Namen zu nennen.