Burkaverbot: FDP will Binnenmarkt staerken

Zu diesem Zweck soll das Bezirksamt Spandau von Berlin beauftragt werden, “sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass Trägerinnen von Burkas (Ganzkörperverschleierungen) keinen Anspruch auf den Bezug von ALG II (auch Hartz IV genannt) erhalten.”

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Guido Westerwelle begeistert: “Damit findet die spätrömische Dekadenz ein Ende. Der Trend zu Togen [lat., tegere “verhüllen”; Anm.d.Red.] dürfte sich in der Folge umkehren.” Darüber hinaus leiste man einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation, denn in der Begründung des Antrags werde festgehalten:

“Die Burka ist eines der schlimmsten Zeichen für die Unterdrückung und Ausgrenzung der Frau. […] Daher muss genau dieser Personenkreis von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (ALG II) ausgeschlossen werden.

Kritiker des Vorstoßes äußerten die Befürchtung, ein Aushungern von Frauen könne zwar deren Unterdrückung beenden, werde aber wegen des spontanen Ablebens der Betroffenen Nebenwirkungen zeitigen.

Westerwelle wies die Vorwürfe scharf zurück und erinnerte an den Vorschlag seines Parteifreundes Henner Schmidt, der bereits Ende 2008 gefordert hatte, die Rattenjagd für Arme freizugeben und ein Prämiensystem einzuführen: “Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen”. (Quelle)

“Die Maßnahmen greifen perfekt ineinander”, schwärmte Westerwelle. Schon nach wenigen Wochen diätetischer Lebensführung würfen die Burkas hässliche Falten und könnten nun nach Zahlung einer geringen Schutzgebühr bei den Argen gegen Warnwesten eingetauscht werden. Experten hoffen, die grellen Leuchtfarben könnten die temporär geschwächten Frauen vor Übergriffen aggressiver Nager und Parteianhänger schützen.

In der Bundespressekonferenz rechnete Wirtschaftsminister Brüderle den Journalisten vor, die “rund 300 Millionen Ratten in ganz Deutschland” stellten für die geschätzten 30 Burkas eine aufstiegsorientierte Existenzgrundlage dar, die aufgrund der “unablässigen Nacktschwanzproduktion” zudem zukunftssicher sei. Zur Stärkung des Profils einer wirtschaftspolitischen Premiumkraft trat die Fraktion zudem erneut für eine Umbenennung in “Freie Partei für Ökonomie” (FPÖ) ein.

Nur Thilo Sarrazin trug Bedenken vor. Man müsse die richtigen Schlüsse aus der Geschichte ziehen, um den Weg zum Abgrund nicht noch zu pflastern. Schon in Niedersachsen sei Deutschland seinerzeit lokal abgeschafft worden. Laut einer gängigen Lehrmeinung, so Sarrazin, seien “Kinder einem heidnischen Sektenführer aufgesessen”, der diese “zu einem religiösen Ritus in die Wälder bei Coppenbrügge geführt” habe. Im Weiteren seien die meisten umgekommen. Klar sei, es könne sich dabei nur um einen islamistischen Imam gehandelt haben, der sich während der Wirren des vorangegangenen Kreuzzuges auf der Suche nach Wien verirrt habe. Stoisch zitierte Sarrazin seine Quellen:

“Im Jahr 1284 ließ sich zu Hameln ein wunderlicher Mann sehen. Er hatte einen Rock von vielfarbigem, bunten Tuch an, weshalben er Bundting soll geheißen haben, und gab sich für einen Rattenfänger aus, indem er versprach, gegen ein gewisses Geld die Stadt von allen Mäusen und Ratten zu befreien…” (Quelle)

Vielen Dank an Claus fuer diesen Gastbeitrag. Laut eigenen Angaben ist er ein “Fachmann für Migrations- und Gossenfragen mit Neukölln-Diplom”. :)