Israel: Maenner vorn, Frauen hinten

Israel erlaubt Geschlechtertrennung in Bussen

[…]Die umstrittene Geschlechtertrennung auf verschiedenen israelischen Buslinien ist vom Obersten Gerichtshof in Jerusalem für zulässig erklärt worden, sofern kein Zwang ausgeübt wird. Dies berichtete die Tageszeitung „Haaretz“. Das Urteil beendet ein seit drei Jahren anhängiges Verfahren.

Ultraorthodoxe Juden hatten vor rund zehn Jahren auf verschiedenen Buslinien eine Geschlechtertrennung durchgesetzt. Danach dürfen Frauen nur hinten den Bus besteigen und im hinteren Teil Platz nehmen. Betroffen sind derzeit 56 Buslinien in und zwischen 28 Städten. Noch im Oktober 2009 hatte eine Expertenkommission des Transportministeriums die Trennung in öffentlichen Verkehrsmitteln für gesetzeswidrig erklärt.[…] (Quelle)

Nachtrag: Hier wird das Thema aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Fuer mich ist jedoch erheblich, dass so etwas ueberhaupt geduldet wird. Man stelle sich solch eine Geschlechtertrennung z.B. in der Tuerkei vor, die wie Israel eine Demokratie ist. Man stelle sich die Reaktionen besonders in Europa darauf vor. Man wuerde von der Islamisierung der Tuerkei reden, die EU-Untauglichkeit waere wieder ein willkommenes Thema, besonders fuer die Unionsparteien.

Die Ex-Bischöfin Margot Käßmann sagte vor einigen Tagen bei der CSU-Tagung

[…]Nie habe sie verstanden, warum man die Türkei, ein Land, in dem keine Glaubensfreiheit herrsche, in die EU aufnehmen wolle. „Dann noch eher Israel“, meint sie. „Das liegt auch am Mittelmeer.“ Die CSUler applaudieren.[…] (Quelle)

Diese Ungleichbehandlung, auch in den Medien, ist fuer mich unverstaendlich, aber nachvollziehbar.