Christenverfolgung – im Westen geduldet?

Sind die Empoerungen mancher Politiker ueber die Verfolgung der Christen heuchlerisch? Wegen wirtschaftlichen Beziehungen schweigt man bei den Regimen, wo die Religionsfreiheit am meisten mit den Fuessen getreten wird. Die Staaten, in denen die Christen einigermassen sicher leben koennen, werden im Westen als Schurkenstaaten verpoehnt.

[…]Sehr unklar ist gerade derzeit in einigen islamisch geprägten Ländern, welche tatsächlichen Hintergründe die Christenverfolgung hat. Die Kopten in Ägypten etwa und auch die irakischen Christen geben ihren Regierung eine Mitschuld am Terror gegen ihre Glaubensgemeinschaft. Mit einer Art Sehnsucht blicken die Iraker zurück auf die Zeit des Diktators Saddam Hussein, der zumindest die Sicherheit und Glaubensfreiheit der Christen im Zweistromland garantieren konnte. Und auch in Ägypten ist die sonst allgegenwärtige Staatsmacht nicht Willens oder/und in der Lage ihre christliche Minderheit vor dem Terror islamistischer Fundamentalisten zu schützen.

Ihren – auch im Koran – verankerten Pflichten als Beschützer der christlichen Minderheiten werden im Mittleren Osten nur drei Staatsoberhäupter weitgehend gerecht: Jordaniens König Abdullah, Syriens Staatschef Baschar el Assad sowie der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad. Die beiden letzteren gelten allerdings als Feinde des Westens.

Der saudische König Abdullah hingegen, ein hoch geschätzter Bündnispartner von Europa und den USA, hat dagegen die öffentliche Ausübung des Christentums in seinem Land unter Androhung von drakonischen Strafen verboten. Andersgläubige werden von einer Religionspolizei verhaftet und gefoltert.

Proteste westliche Regierungsstellen bleiben aus. Öl sei halt dicker als Blut, betonen vor diesem Hintergrund die Christen im Nahen Osten verbittert. (Quelle)

Wie sieht es mit der Aufnahme der verfolgten Christen in Europa aus? Siehe dazu: Tuerkei nimmt Christen auf – Europa sperrt sie aus