Talmud-Hetze, Koran-Hetze

Die Anschläge auf muslimische Einrichtungen in Berlin sind nach Ansicht des Historikers Wolfgang Benz Folgen der öffentlichen Diskussion über Islam und Integration.

“Da wird Hass gesät, und das sind die unmittelbaren Früchte”, sagte er der in Berlin erscheinenden Tageszeitung “Neues Deutschland” (Samstagsausgabe) unter Verweis auf das umstrittene Buch von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin. Wenn auf eine solche Weise “mit schlichten Parolen Überfremdungsängste” geschürt würden, dauere es bis zum ersten Brandsatz nicht lange.[…]

[…]Während früher oft Juden “als Kollektiv das Objekt des Hasses” waren, stellten nun “die sogenannten Islamkritiker” Muslime als “Bösewichte” und “unsere Feinde” dar. Nach der seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert bekannten “Talmud-Hetze” stehe derzeit die “Koran-Hetze von selbsternannten Experten in vollster Blüte”, sagte Benz. (Quelle)

Man braucht gar nicht bis ins 18. Jahrhundert zurueckzugehen. Vor 20 Jahren hat man schon aehnliche Muster gesehen, die zu Progromen gefuehrt haben.

Lesetipps: Aufklaerung statt Ausgrenzung, Der Moslem-Bubi und das Christen-Kind, Antisemitismus und Islamophobie, Verzerrung in den Medien.