Kristina Schroeder entwickelt sich zu Sarah Palin

Gibt es doch noch Hoffnung fuer das ‘intellektuelle’ Flagschiff des Springer Verlages? Ein hervorragender Artikel von Alan Posener aus Die Welt:

[…]Kristina Schröder entwickelt sich zur deutschen Sarah Palin. Von nichts eine Ahnung, aber über alles eine Meinung haben.[…]

[…]„Es gibt keinen Einheitsislam“, sagte sie bei der Vorstellung zweier Berichte, die eben nicht das belegen, was sie daraus lesen wollte, nämlich dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Gewaltbereitschaft junger Männer und ihrer Zugehörigkeit zum Islam gebe. „Islam ist das, was jeweils die Muslime daraus machen.“ Schröder befürwortete eine deutsche Imam-Ausbildung und islamischem Religionsunterricht an deutschen Schulen: „Wir wollen schließlich einen deutschen Islam.“

Ach ja? Wollen „wir“ wirklich einen „deutschen Islam“? Evangelische „Deutsche Christen“ hatten wir mal, Schwamm darüber. Julius Schoeps, dessen Vater die „Gefolgschaft deutscher Juden“ gründete, die „Trennung von deutschen und undeutschen Juden“ forderte und zum Dank dafür aus Deutschland gejagt wurde, stellt unmissverständlich fest: „Ein deutsches Judentum gibt es nicht mehr.“ Würde es sich der Vatikan gefallen lassen, wenn eine deutsche Politikerin einen „deutschen Katholizismus“ forderte? Wohl kaum.[…]

Wahrscheinlich macht die Tatsache, dass das Familienministerium unweit von Berlin-Neukoelln liegt, Frau Schroeder zu einer Islamexpertin. Angesprochen auf ihre aussenpolitische Qualifikationen aeusserte sich die damalige Gouverneurin von Alaska – Sarah Palin – ja so in etwa bei den letzten Praesidentschaftswahlen. Siehe hier ;)