Sara Zinn: Deutschland schlafft ab

Besser als Sarrazin: Alle Vorurteile, Stammtischthesen und Statistiken, die unser Land bestimmen, in einem Buch!

Es sieht nicht gut aus für Deutschland. Die Inflation steigt. Der Euro wackelt. Die Staatsschulden drücken. Das Gesundheitssystem bricht zusammen. Die Bundeswehr kriegt nichts gebacken. Kurz: Deutschland schlafft ab. Und wer ist schuld? Die Ausländer natürlich. Aber auch inkompetente Politiker. Gierige Manager. Speziell Ackermann. Die Medien. Die Amis. Die Taliban. Und Mario Gomez sowieso.

Sara Zinn traut sich endlich, die ganze Wahrheit zu sagen (»Der Cappuccino am Flughafen ist zu teuer!«) und liefert außerdem wichtiges Halbwissen zu jeder Stammtischdebatte (»Jeder sechste Internist in Deutschland wurde schon mal von Patienten verprügelt.«). Auch durch ihre umstrittenen Gen-Thesen (»Der Wulff stammt vom Köhler ab.«) schafft sie es, die politische Debatte in Deutschland entscheidend zu intensivieren.

Informationen zum Autor: Sara Zinn

Sara Zinn, geboren 1973 in Nürnberg, ist die Ahnin einer ostgotischen Germanin und eines römischen Bajuwaren-Franken, also eine Deutsche mit deutschem Migrationshintergrund.

Ich kenne das Buch nicht, aber schlechter als das Original kann es nicht sein. Zumindest erweckt der Name des Autors und die Leseprobe (siehe unten) den Eindruck, als sollte man die Lektuere nicht zu ernst nehmen. Ein bissl Humor in der anstrengenden Integrationsdebatte kann meiner Meinung nach auch nicht schaden. Falls jemand das Buch gelesen hat, wuerde ich mich ueber eine Rezension im Kommentarbereich freuen.

Auf der Webseite des Verlages gibt es auch eine Leseprobe. Hier ist ein Ausschnitt:

Frueher, da hatte in unserem Land alles seine Ordnung. Helmut Kohl war Kanzler. Die Rente war sicher. Im Garten werkelten die Gartenzwerge fröhlich vor sich hin. An Silvester gab’s Fondue und immer sonntags drei Minuten Sex fuer Vati mit der Mutti. Es gab keine Vegetarier, die Bahn war puenktlich und Post und Telefon waren eins. Die Menschen achteten einander und jeder lebte gluecklich und zufrieden, bis dass der Tod… Ja, Scheidungen gab’s damals auch noch nicht. Und heute? Heute ist das Leben in Deutschland eine einzige Zumutung. Die Inflation steigt. Der Euro wackelt. Die Staatsschulden druecken. Das Gesundheitssystem kackt ab. Die Bundeswehr kriegt nichts gebacken. Was ist bloß aus dem Land der Dichter und Denker geworden? Am Wetter kann es nicht liegen. Das war schon immer mies.[…]

[…]Doch wer ist schuld am deutschen Dilemma?

Die Ausländer sowieso. […] Die lauten Nachbarn sind schuld. Das faule Studentenpack. Singles, die keine Kinder kriegen. Zahnärzte. Die Arbeitslosen. Wir alle sind schuld. Nie hatte das kollektive Versagen in Deutschland größere Ausmaße als jetzt. Würde man alle Bewohner dieses Landes in einen Sack stecken und mit einem Prügel durchwalken, es würde immer denRichtigen treffen. Das wird man ja wohl noch sagen duerfen.[…]