Internationaler Tag der Toleranz

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, hat anlässlich des Internationalen Tages der Toleranz zu einem entschiedenen Kampf gegen alle Formen von Diskriminierung aufgerufen. „Kein Mensch darf wegen seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität diskriminiert werden“, sagte Lüders am Dienstag in Berlin. „Intoleranz und Ausgrenzung stehen unseren Grundwerten wie Gleichheit und Menschenwürde entgegen“, betonte Lüders.

Lüders warb für eine Kultur der Vielfalt und der Nichtdiskriminierung in Deutschland. Das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen, Lebensentwürfe und Altersgruppen müsse von einem toleranten Umgang miteinander geprägt sein. Ausgrenzungen und Vorurteile dürften darin keinen Platz finden.

Die UNESCO hat den 16. November zum Internationalen Tag der Toleranz ausgerufen. Was Toleranz ausdrückt, hatten die Mitgliedstaaten der UNESCO im Jahre 1995 in ihrer “Erklärung von Prinzipien der Toleranz” definiert. In Artikel 1 heißt es dort: „Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, unserer Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt.“

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterstrich dazu: „Wir als ADS wollen uns nicht darauf beschränken einzugreifen, wenn es zu Diskriminierungen gekommen ist, sondern präventiv tätig werden. Deshalb hat die Öffentlichkeitsarbeit der ADS zum Ziel, Menschen über den Schutz vor Diskriminierung aufzuklären und sie für den Wert diskriminierungsfreien Handelns zu sensibilisieren.“ Zu diesem Zweck werde die Stelle in wenigen Tagen eine bundesweite Plakatkampagne gegen Diskriminierung starten. Unter der Überschrift „Diskriminierung muss man nicht hinnehmen. Lassen Sie sich beraten“ werden in ganz Deutschland Plakate im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie auf großen Bahnhöfen zu sehen sein. […] (Quelle: Antidiskriminierungsstelle)

Papier ist geduldig. Plakate auch. Diskriminierung und Hetze gab es schon immer. Allerdings war es mehr stillschweigend und nicht so offensichtlich. Viele geistige Brandstifter haben Thilo Sarrazin den Weg geebnet, darunter die sog. “Islamkritiker” und Polemiker. Aber erst seit Sarrazin ist es in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Man traut sich wieder. Man wird ja wohl in Deutschland noch die Wahrheit sagen duerfen.

Man braucht sich nur die gaengigen Hetzseiten und den Kommentarbereich von den Tageszeitungen anzuschauen. Hetze und Diskriminierung sind wieder salonfaehig geworden. Daran wird auch ein Internationaler Tag der Toleranz nichts aendern. Die Politiker aller Coleur haben die Gunst der Stunde schon laengst erkannt, und heizen die Stimmung mit ihren Hetzparolen weiter an. Ihr Verdienst, Herr Sarrazin!