Ministerin Schroeder gegen Deutschenfeindlichkeit

[…]Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wendet sich gegen Deutschenfeindlichkeit im eigenen Land. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) sagte die Ministerin, es gebe keine Fremdenfeindlichkeit erster und zweiter Klasse. Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit müssten mit aller Härte bekämpft werden: „Aber auch Deutschenfeindlichkeit ist Fremdenfeindlichkeit, ja Rassismus. Denn hier wird jemand diskriminiert, weil er eine bestimmten Ethnie angehört.“[…]

Die Ministerin sagte, auch sie sei schon Opfer solchen Deutschenfeindlichkeit geworden. So habe sie sich als Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch vor ihrer Zeit als Ministerin zum Thema Islamismus geäußert. Dabei sei sie mehrmals als „deutsche Schlampe“ beschimpft worden.[…] (Quelle)

Jede Art von Diskriminierung und Feindlichkeit gegenueber einer Ethnie ist zu verurteilen und man sollte entschieden dagegen vorgehen. Die Auslaenderfeindlichkeit der Mehrheitsgesellschaft gegen Minderheiten mit der sog. Deutschenfeindlichkeit zu vergleichen ist jedoch absurd. Noch absurder ist es, wenn man es sogar mit dem Antisemitismus auf eine Stufe stellt. Dadurch relativiert man sowohl die Auslaenderfeindlichkeit, als auch den Hass gegen die Juden.

Es scheint mir, als ob in der Integrationsdebatte einige Politiker mit allen Mitteln versuchen, die Versaeumnisse der Politik der letzten 40 Jahre zu relativieren. Man versucht zu suggerieren, dass es ja nicht nur Fremden- und Islamfeindlichkeit gibt, sondern auf Schulhoefen und anderswo auch eine erhebliche Feindlichkeit der Migranten gegenueber den Deutschen existiert. Natuerlich gibt es diese Faelle, und da gibt es nichts schoenzureden. Aber ich bin skeptisch, dass es erheblich ist und dem Regelfall entspricht.

Dass Frau Schroeder (geb. Koehler) von den schwerwiegenderen Prolemben (Rechtsradikalismus, Antisemitismus, Islam- und Fremdenfeindlichkeit der Mehrheitsgesellschaft) ablenkenen will, und die Migranten in den Mittelpunkt der Debatte ruecken moechte, ist nicht verwunderlich. Sie hatte vor ihrem Ministeramt auf ihrer Homepage noch die islam- und fremdenfeindliche Hetzseite PI-News verlinkt.