Die Zukunft: Der Mensch als Ausserirdischer?

Alle zwei Jahre erscheint ein Bericht der World Wildlife Fund (WWF), der Living Planet Report. Hier wird über den derzeitigen Zustand der Erde berichtet, dem Ressourcenverbrauch der Menschen und deren Auswirkungen auf den Zustand der Natur.

Die Kernaussagen sind folgende :

„…Im globalen Durchschnitt verbraucht jeder Mensch 1,5-mal so viel, wie die Natur zu geben im Stande ist, in den Industrieländern liegt der Wert um ein Mehrfaches höher…“

„…Sollte die aktuelle Entwicklung anhalten, verbraucht die Menschheit im Schnitt doppelt so viel, wie die Erde bereitstellen kann – theoretisch wäre dann ein zweiter Planet vonnöten…“

„…Eine Milliarde Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser…“
„…Seit den siebziger Jahren ist der Bestand von 2500 ausgewählten Tierarten weltweit um 30 Prozent zurückgegangen, in den Tropen sogar um fast 60 Prozent…“

„…70 Prozent aller Fischbestände sind von Überfischung bedroht…“

D. h., unser Planet hat sein biologisches Gleichgewicht verloren und wird sich mit Sicherheit nicht selbst heilen können, wen wir so weitermachen wie bisher. Es müssen Lösungen gefunden werden, wie der wachsende Energiebedarf der Menschheit mit den vorhandenen Rohstoffen gedeckt werden kann. WWF- Vorstand Eberhard Brandes fordert nicht ohne Grund

„…ein Umdenken, weg vom unbegrenzten Wachstum und hin zur nachhaltigen Nutzung. 15 Prozent der Erdoberfläche müssten zu Schutzgebieten erklärt werden. Im Hinblick auf den viel zu großen ökologischen Fußabdruck der Industrieländer sei eine “neue Definition von Wohlstand längst überfällig”, so Brandes. Die fundamentalen Herausforderungen seien, die ständig wachsende Erdbevölkerung mit Nahrung und Energie zu versorgen und die vorhandenen Rohstoffe gerecht aufzuteilen…“ (Quelle)

Falls wir Menschen es trotz unserer Intelligenz nicht schaffen sollten, unsere Erde „am Leben“ zu lassen oder zu erhalten, gibt es lt. dem amerikanischen Planetenjäger Dimitar Sasselov derzeit mindestens 140 bewohnbare, erdähnliche Planeten in der Milchstrasse, die dank des Weltraumteleskops Kepler entdeckt wurden.

Spontan fallen mir Filme wie Independence Day ein. Außerirdische, die von Planet zu Planet ziehen, Leben auslöschen, Ressourcen aufbrauchen und weiter ziehen. Nur, dass die Zukunft wohl so aussieht, als wären die Menschen die Außerirdischen.


Vielen Dank an Wahrträumer fuer diesen Gastbeitrag.