Wo die fremden Braeute herkommen

In dem Migrationsbericht des Bundesamtes fuer Migration und Fluechtlinge (BAMF) von 2008 liest es sich wie folgt ueber den Familiennachzug von Deutschen und Auslaendern:

Die obige Tabelle beinhaltet die Nachzuege von Ehemaennern, Kindern, Eltern, Ehefrauen & sonstigen Angehoerigen. Von den erteilten Aufenthaltserlaubnissen aus familiaeren Gruenden gingen 8.376 Aufenthaltserlaubnisse an Staatsangehoerige aus der Tuerkei (Im Jahre 2007 waren es 9.609)

Die folgende Tabelle differenziert nach der Art des Familiennachzuges:

Wenn man sich nur den Nachzug von den Ehefrauen anschaut, die im Volksmund auch Importbraeute genannt werdern, dann wird folgendes klar:

  • Bei den Importbraeuten zu den Ehemaennern mit deutschem Pass kann man sagen, das aus der Russischen Federation (12.96 %) wesentlich mehr Braeute importiert werden, als aus der Tuerkei (9.38 %). Aus Thailand (7.69 %) sind es etwas weniger, und aus der Ukraine (5.73 %) etwas mehr als die Haelfte. Die thailändischen Frauen werden hauptsächlich von Ur-Deutschen importiert, tuerkische Frauen vorwiegend von tuerkischstaemmigen Maennern mit deutscher Staatsanghoerigkeit, russische und ukrainische Frauen von Einwanderern aus diesen Laendern mit deutschem Pass.
  • Bei den Ehefrauen, die zu den auslaendischen Staatsbuergern nach Deutschland importiert werden – also zu den Ehemaennern ohne deutschen Pass – ist die Lage eine Andere: Bei den Tuerken betraegt der Anteil an der Gesamtzahl 19.24 %, Indien: 10.87 % und Serbien/Montenegro: 6.59 %. Wenn man die Importe aus diesen beiden Laender addiert, dann liegt die Zahl der Importbraeute etwas niedriger als bei den Tuerken.

In der jetztigen Integrationsdebatte wird der Eindruck erweckt, als ob die Braeute nur aus der Tuerkei importiert werden. Diese Tatsache wird auch verstaerkt durch die staendigen Wiederholungen von islam- und integrationskritischen Personen, wie z.B. Necla Kelek, die auch zu dem Thema das Buch Die Fremde Braut geschrieben hat.

via Joerg Lau