Pressespiegel: Necla Kelek – Kronzeugin fuer Sarrazin

Heute hat Necla Kelek – Islamkritikerin von eigenen Gnaden – die Laudatio bei der Vorstellung des Buches Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin gehalten. Hier ist eine Auswahl aus der Presse der letzten Tage ueber ihre Rolle bei diesem Spektakel, den sich die profilierungssuechtige Frau Doktor nicht hat entgehen lassen:

Kommenden Montag darf Sarrazin zur Bundespressekonferenz kommen, um sein Pamphlet offiziell zu praesentieren. Begleitet wird er von seiner Kronzeugin, der Islamkritikerin Necla Kelek. Sie soll verhindern, dass auf Sarrazin der Schatten des Rassismus faellt. Kelek ist schliesslich selbst Muslimin, sie kommt aus der Mitte der tuerkischen Gesellschaft, sie vertritt selber Thesen, die in Inhalt und Stil Sarrazins Werk aehneln.[…] (Sueddeutsche Zeitung)

Manchmal hat einer eine Idee. Diese Idee ist oft gar nicht so dumm und meist zumindest der Diskussion wert. Dann aber passiert etwas geradezu Unheimliches: Die Idee gewinnt Herrschaft über den, der sie geboren hat, sie wird selbständig und immer radikaler; ihr Urheber wird zu ihrem geistigen Sklaven. Bei Necla Kelek ist das so passiert, der Soziologin, die erst das Elend vieler muslimischer Frauen in Deutschland öffentlich machte und jetzt am liebsten den Islam abschaffen würde.[…] (Sueddeutsche Zeitung)

[…]Die Soziologin Necla Kelek, die Sarrazins Buch am Montag vorstellen wird, sagte der Zeitung: „Thilo Sarrazin leistet einen wichtigen Beitrag, indem er uns Muslime auffordert, über unsere Rolle in Deutschland zu reflektieren.“ Sie fügte hinzu, Sarrazin Rassismus vorzuwerfen, sei absurd. „Denn der Islam ist keine Rasse, sondern Kultur und Religion. Ich teile Sarrazins Sorge um Deutschland.“ (Focus)

Voll und ganz hinter Thilo Sarrazin und seine Thesen stellt sich die Islamkritikerin Necla Kelek. Den “gesunden Menschenverstand” ruft sie dabei ebenso zu Hilfe, wie sie die Sarrazin-KritikerInnen von links wie rechts scharf kritisiert. Alles nur Ablenkungsmanöver, weil man sich vor der Analyse drücken wolle. “Der Ökonom Sarrazin errechnet, dass aus 750.000 Arbeitsmigranten aus der Türkei fast drei Millionen geworden sind, deren erwerbsfähiger Teil zu vierzig Prozent von Sozialleistungen lebt, sagt, das sei volkswirtschaftlich eine miese Bilanz, und überlegt, ob Zuwanderung, wie sie stattfindet, nicht falsch ist. Das ist kein Grund, sich über den Autor zu empören, sondern wir müssen die Politiker, die dieses Ergebnis zu verantworten haben, fragen, ob sie im Interesse dieses Landes regiert haben.” (Der Spiegel)

Keleks Fazit: “Hier hat sich ein verantwortungsvoller Bürger bittere Wahrheiten vorgenommen und sich einen Kopf gemacht. Und um diesen Kopf soll er jetzt kürzer gemacht werden. Ich würde gern eine inhaltliche Debatte führen. Die Debatte dürfe nicht in falsche Hände geraten. Statt Feindbilder aufzubauen, sollte man sich lieber inhaltlich mit den aufgeworfenen Fragen auseinandersetzen. Und weiter: “So wie sich das politische Establishment der Parteien in den letzten Tagen geriert hat, könnte man den Eindruck gewinnen, eine notwendige Debatte soll hier niedergeschmettert werden und mit Begriffen wie Rassismus kontaminert werden. Das Buch wird trotz heftiger Kritik die Politik in diesem Land verändern. Ich vertraue auf die Klugheit der Gesellschaft. Thilo Sarrazin fordert uns Muslime heraus (…) Wir müssen das Land gemeinsam wieder aufbauen lernen. Und vor allem die kritischen Gedanken dazu zulassen.” (BZ-Berlin)

Die islamkritische Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek warf dem “politischen Berlin” hingegen vor, sich offenbar vor Erscheinen des Buchs bereits eine abschließende Meinung gebildet zu haben; sie beklagte “Pawlowsche Reflexe” auf Argumente. Den Vorwurf des Rassismus bewertete auch sie als Ausdruck von Unkenntnis. (Die Welt)

Unterstützung erhält Sarrazin auch von der Autorin Necla Kelek, die Sarrazin dafür lobte, mit der These “Viel hilft viel” aufgeräumt zu haben. Auch mit seinen Ausführungen zur Vererbbarkeit von Intelligenz hat sie keine Probleme. Dass “Ethnien wie die Völker Anatoliens oder Ägyptens, die über Jahrhunderte von Osmanen daran gehindert wurden, lesen und schreiben zu lernen, in denen Mädchen noch heute nicht zur Schule gehen dürfen, andere Talente vererbt bekommen als die Söhne von Johann Sebastian Bach”, sage doch schon der gesunde Menschenverstand. (Telepolis)

Zuvor hat die türkischstämmige Frauenrechtlerin Necla Kelek, selbst durch kritische Thesen über den Islam in Deutschland bekannt geworden, im knackevollen Saal der Bundespressekonferenz ihre Sicht auf Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ dargestellt. Kelek übernimmt den Part, die großenteils heftige öffentliche Ablehnung, die Sarrazin dank der Vorveröffentlichung zentraler Absätze im Spiegel vom 23. August bereits entgegen geschlagen ist, ihren Urhebern zurück ins Gesicht zu werfen: „Ein schriller Chor“ wolle Sarrazin „niederbrüllen“. Doch „den Vorwurf des Rassismus halte ich für Unkenntnis“, sagt sie. Die Statistik sei „eindeutig“, die muslimische Community – die Bundesregierung gehe von 4,3, Sarrazin von 5,7 Millionen Muslimen in Deutschland aus – weise in den Bereichen Bildung, Abeitsmarktintegration, Gesetzestreue und so weiter „objektiv Defizite“ auf. Dies sei eine „volkswirtschaftlich miese Bilanz“, und die Väter der Gastarbeiteranwerbung müssten sich fragen lassen, ob das eine gute Idee gewesen sei. Dank der mangelnden Fertilität der „autochtonen“, also deutschstämmigen Bevölkerung, die im Gegensatz stehe zur Gebärfreude der aus genetischen Gründen weniger intelligenten muslimischen Einwanderer, sehe auch sie, Kelek, die Gefahr, „dass Deutschland sich selbst abschaffen könnte.“ (Der Freitag)

Zunächst ergreift Sarrazins Verleger das Wort und gibt bekannt, er sei über das Ausmaß der Diskussion „überrascht“ gewesen. Wenn das ironisch gemeint war, vermag Thomas Rathnow es jedenfalls geschickt zu überspielen und übt sich ferner darin, seinen neuen Star-Autor vorsorglich zu einer Art märtyrerhaftem Thesen-Ritter zu schlagen. Ähnlich verfährt die in der Türkei geborene Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek, die als Laudatorin auserkoren wurde und in dieser Rolle völlig aufgeht: Mit seinen Gedanken über die ungebildeten, lernunwilligen (und aufgrund ihrer genetischen Disposition letztlich wohl auch lernunfähigen) Zuwanderer aus dem muslimischen Kulturkreis habe sich Sarrazin „um Deutschland einen Kopf gemacht“ – und solle nun um denselben verkürzt werden. Letzterer sitzt glücklicherweise noch auf dem Rumpf des Vielgescholtenen, der nun selbst zu einer Rechtfertigung seiner umstrittenen Schrift anhebt.(Cicero)

[…]Als zweites kam – gemäß der alten Rassisten-Regel: Lass Migranten Böses über Migranten sagen, dann kann es die Mehrheitsgesellschaft nicht mehr so anstößig finden – eine Buchvorstellung der Wissenschaftlerin und Autorin Neclá Kelek, und die pflichtet Sarrazin bei mit markigen Sätzen wie: “Ich weiß nicht, was an Sarrazins Äußerungen biologistisch sein soll. Natürlich kriegen die Söhne von Eltern, die nicht lesen und schreiben können, genetisch anderes vererbt als die Söhne von Johann Sebastian Bach.” Als “erblich” empfindet Kelek auch Intelligenz und Gleichheitsvorstellungen, das sei kein Rassismus, sondern Erkenntnis, und wer etwas anderes sage (etwa, dass vielleicht weniger die Gene als das Umfeld und die Möglichkeiten zur Entfaltung des Einzelnen Einfluss auf seine Entwicklung haben), der habe “Pawlowsche Reflexe” und verhänge in einem “ideologisch verhakten” Diskurs “Tabus”. Da waren also schon im zweiten Wortbeitrag sämtliche Argumente derer vorhanden, die für eigene Äußerungen eine Meinungsfreiheit reklamieren, sie andern aber zugleich absprechen wollen. Einmal abgesehen davon, dass an der Klage, solche Thesen seien in deutschen Medien zu wenig zu hören, angesichts der letzten Tage kein Hauch Wahrheit bleibt. Kelek schließt mit dem beliebten rhetorischen Kniff der um gekehrten Schuldzuschreibung: Es würde in der Diskussion ein “deutscher Haider” herbeigeredet – vielleicht wünschten sich das die Menschen ja auch, die Sarrazin Rassismus, Antisemitismus und Rechtspopulismus vorwürfen. Täter sind immer die anderen. (Netz gegen Nazis)

[…]Was die türkisch-stämmige Soziologin Necla Kelek bewogen hat, der Präsentation dieses Buchs die Ehre zu geben, bleibt im Dunkeln. Traute sie sich nicht, noch in letzter Sekunde ihre einführende Moderation abzusagen? Sie empfahl jedenfalls die Lektüre. Der Vorwurf, es handle sich um rassistisches Gedankengut, beruhe auf Unkenntnis. Ihr kühnes Urteil: “Hier hat ein verantwortungsvoller Bürger bittere Wahrheiten ausgesprochen.” Während sie redet, sitzt Autor Sarrazin mit unbeweglichem Gesicht vor seinem Publikum. Er nickt erst angetan, als Kelek sagt, ein “schriller Chor versuche ihn niederzubrüllen”. Seine Äuglein, die über die Journalisten vor ihm hin und her flitzen, strahlen, als ein halbes Dutzend Sarrazin-Bewunderer bei diesem Satz applaudieren. (Stern)

In den braunen, fremden- und islamfeindlichen Webseiten, die ich in meinem Blog nicht verlinke, wird Frau Kelek – wie Thilo Sarrazin auch – sehr gelobt.