Fremde im eigenen Land

[…]Man versetze sich wenigstens für zwei Minuten in die Köpfe der von Sarrazin angesprochenen Immigranten. Wie viel Kraft brauchte man, um diesen blind um sich schlagenden Hass cool über sich ergehen zu lassen? Wie viel Geduld, um immer wieder ruhig ertragen zu können, dass man ein Fremdkörper sei, einer, der hier nichts verloren habe, einer, den länger durchzufüttern Herr Sarrazin sich weigere. „Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden.“ Dieser Satz ist eine Infamie. Denn in Wahrheit geht es ihm darum, andere, denen das Land ebenso zu eigen ist wie ihm, zu Fremden zu machen.[…]

Quelle: Fankfurter Rundschau

Wenn man sich die Gruende anhoert, warum perfekt integrierte, gut ausgebildete Akademiker/innen mit Migrationshintergrund Deutschland den Ruecken kehren, dann hoert man immer wieder, dass sie sich in Deutschland eher geduldet, als dazugehoerig fuehlen. Es ist wirklich traurig aber wahr: Menschen wie Sarrazin helfen, Deutschland im internationalen Wettbewerb abzuschaffen. Es wird schwierig, Fachkraefte aus dem Ausland anzuwerben in einem Klima der Fremdenfeindlichkeit, die Sarrazin hilft zu schueren, und es wird noch schwieriger, die hiesigen Akademiker und Fachkraefte im Land zu halten. Die rechtslastige Buergerbewegung PRO Deutschland hat Sarrazin inzwischen den Vorsitz angeboten, weil Sarrazin in den wichtigen Fragen der Integration, Migration und Islam fast 1:1 die Thesen von PRO und NPD vertritt.

Wann kommt Deutschland endlich zur Einsicht und faengt an, Menschen wie Sarrazin, der mit seinen Rassentheorien und undifferenzierten Aussagen noch in der Vergangenheit lebt, entweder zu integrieren, oder ‘abzuschaffen‘?

People like Sarrazin are part of the problem, not part of the solution.

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