American Christaleban

Religioese Extremisten gibt es ueberall. Besonders in den USA im sogenannten Bible Belt findet man extreme Ausrichtungen des Christentums, denen die Medien – im Gegensatz zum islamischen Extremismus – nicht sehr viel Beachtung schenken. Es gibt Menschen/Gruppen, die sich Christen nennen und Abtreibungskliniken bomben, Attentate verueben; Christliche Gruppen, die Harry Potter verbieten wollen; bekannte christliche Prediger, die zum Mord an Staatspraesidenten aufrufen, und Kirchen, die gegen alles moegliche hetzen, sogar gegen das eigene Land.

Eine Gruppe von Christalebans hat den 11. September als den Internationalen Tag des Koranverbrennens ausgerufen. Der Stern berichtet:

Weil der Islam ihrer Auffassung nach “des Teufels ist”, will eine Kirche im US-Bundesstaat Florida am 11. September Exemplare des Koran verbrennen. Die Kirche “Dove World Outreach Center” in der Stadt Gainesville rief über das Online-Netzwerk Facebook zum “Internationalen Tag des Koranverbrennens” am Jahrestag der Terroranschläge im Jahr 2001 aus. “Der Islam und die Scharia waren verantwortlich für den 11. September”, sagte Pastor Terry Jones der Nachrichtenagentur AFP am Freitag (Ortszeit). “Wie werden den Koran verbrennen, weil wir denken, dass es für Christen, Kirchen und Politiker Zeit ist, aufzustehen und zu sagen: Nein, der Islam und die Scharia sind in den USA nicht willkommen.”

Extremisten, Intoleranz gibt es anscheinend ueberall. Allerdings werden sie, sofern es sich auf die Christaleban beziehen, eher als Sekten oder Verrueckte eingestuft (siehe auch hier).

Nachtrag am 01.08.2010: