Himmelsreise. Mein Streit mit den blah blah blah

Wie bereits frueher erwaehnt, tritt Frau ‘Doktor’ Kelek heutzutage mehr und mehr in der Oeffentlichkeit in Erscheinung, da ihr neuestes Pamphlet herausgekommen ist. Darin geht sie in gewohnter Manier jeder rationalen wissenschaftlichen Analyse aus dem Weg und vermischt alles mit allem. Hierzu einige Auschnitte aus der folgenden Rezension von Armin Pfahl-Traughber:

Die Soziologin Necla Kelek geht in ihrem Buch „Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam“ auf kritikwürdige Aspekte des Islam in Vergangenheit und Gegenwart ein. Einerseits ist die oberflächliche Darstellung mit problematischen Verallgemeinerungen kritikwürdig, andererseits ist die emanzipatorische Forderung nach befreiender Individualität lobenswert.

[…] Bilanzierend betrachtet fällt das Urteil über das Buch ambivalent aus: Einerseits mangelt es an einer klaren inhaltlichen Struktur. Kelek „wirft“ alle nur möglichen Aspekte in den Text des Buchs hinein. Sie reißt viele Dinge nur kurz an, begründet und belegt viele Aussagen nicht näher. Die hastige Schreibe hat zu oberflächlichen Ableitungen, schiefen Deutungen und problematischen Verallgemeinerungen geführt. Vielfach hätte differenzierter argumentiert und genauer gearbeitet werden müssen. Die Autorin ist mehr die engagierte Publizistin und weniger die differenzierte Soziologin. Andererseits verweist Kelek aber doch auf eine Reihe von gravierenden Problemen im Kontext von Islam und Muslimen hin, sei es das unsichere Wissen über die Frühgeschichte des Islam, sei es das Fehlen von Aufklärung in der Geschichte dieser Religion, sei es das bedenkliche Verständnis von „Respekt“, sei es der Umgang mit Frauen. Als wichtigster Gesichtspunkt darf dabei die Einforderung von mehr befreiender Individualität und Abkehr von unterdrückerischer Kollektivität gelten.
Meiner Meinung nach sollte man die Frau Doktor als Wissenschaftlerin nicht ernst nehmen. Sie versucht in der jetzigen Zeit der ‘Islamkritik’, mit ihren reisserischen Pamphleten den eigenen Geldbeutel zu fuellen, und hat keine Skrupel, dabei auch ihre eigene Seele zu verkaufen. In einem Zeitungsartikel in der ‘Zeit’ hatten sich schon einmal 60 Migrationsforscher sehr kritisch zu einem ihrer frueheren Pamphlete zu Wort gemeldet:
[…]
Die Literatur ist unwissenschaftlich und arbeitet ganz offensichtlich mit unseriösen Mitteln.
[…]
Offenbar wurden hier die eigenen – und zwar wissenschaftlich abgesicherten – Erkenntnisse mutwillig verbogen, um am Buchmarkt einen Erfolg zu landen und sich dabei selbst als authentischen und vorgeblich wissenschaftlich legitimierten Ansprechpartner für alles, was mit »den Türken« oder »dem Islam« zu tun hat, in Szene zu setzen. Das Kalkül geht auf, von der taz bis zur ZEIT wird Kelek gern konsultiert, wenn es darum geht, »türkische« oder »islamische« Verhaltensweisen zu deuten.
[…]
In den letzten Jahren hat sich in Deutschland eine quantitativ und qualitativ-empirische Migrationsforschung entwickelt, die international anschluss- und konkurrenzfähig ist. Wenn auch Unterschiede existieren, was die theoretische Rahmung der Befragungsergebnisse betrifft, so gibt es doch ganz erstaunliche Übereinstimmungen in den Ergebnissen unserer Forschung. Im Großen und Ganzen werden die Ergebnisse gestützt, zu denen auch Necla Kelek gekommen ist, als sie noch wissenschaftlich vorgegangen ist.
[…] Derweil haben in manchen Bundesländern bereits 40 Prozent der Schüler Migrationshintergrund. Es wird also Zeit, eine rationale Diskussion über die zukünftige Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft zu führen. Doch das kann man nicht auf der Grundlage von Boulevardliteratur tun, sondern indem man sich auf Erkenntnisse stützt, die auf rationale Weise gewonnen wurden. […]